UUID-Generator
Zufällige UUIDs (v4) generieren.
Was ist eine UUID?
Eine UUID (Universally Unique Identifier) ist eine 128-Bit-Zahl, die zur eindeutigen Identifizierung von Datensätzen genutzt wird – z. B. für Datenbank-IDs oder API-Ressourcen. Version 4 wird rein zufällig erzeugt und ist praktisch kollisionsfrei.
So funktioniert es
Für jede gewünschte UUID ruft das Tool die im Browser eingebaute Funktion crypto.randomUUID() auf. Sie liefert eine UUID der Version 4 nach RFC 4122 bzw. RFC 9562 und bezieht ihre Zufallsbits aus dem kryptografisch sicheren Zufallsgenerator des Browsers. Von den 128 Bit sind 6 fest vorgegeben (4 für die Version, 2 für die Variante), die übrigen 122 Bit sind zufällig.
Die Ausgabe besteht aus 32 Hexadezimalzeichen in fünf Blöcken nach dem Muster 8-4-4-4-12, insgesamt also 36 Zeichen mit Bindestrichen. Standardmäßig erscheinen Kleinbuchstaben; mit dem Häkchen „Großbuchstaben“ wandelt das Tool die Liste nur optisch um, der Wert bleibt derselbe.
Beispiel
Eine typische UUID v4 sieht so aus: 3fa85f64-5717-4562-b3fc-2c963f66afa6. Die „4“ am Anfang des dritten Blocks kennzeichnet die Version, das „b“ am Anfang des vierten Blocks die Variante – dort steht bei v4 immer 8, 9, a oder b.
Zweites Beispiel
Brauchst du auf einen Schlag 50 eindeutige Test-IDs für Fixture-Daten in einer Entwicklungsdatenbank, trägst du 50 bei „Anzahl“ ein und erhältst eine Liste mit einer UUID pro Zeile – jede in der Praxis einmalig, ohne dass du selbst auf Duplikate prüfen musst.
Schritt für Schritt
- Trage unter „Anzahl“ ein, wie viele UUIDs du brauchst (1 bis 100).
- Setze bei Bedarf das Häkchen „Großbuchstaben“.
- Klicke auf „UUIDs generieren“. Jeder Klick erzeugt eine komplett neue Liste.
- Übernimm mit „Alle kopieren“ die gesamte Liste, zeilenweise getrennt, in die Zwischenablage.
Wie wahrscheinlich ist eine doppelte UUID?
Mit 122 Zufallsbits gibt es rund 5,3 × 1036 mögliche Werte. Nach dem Geburtstagsproblem ergibt sich näherungsweise folgende Wahrscheinlichkeit, dass unter allen erzeugten UUIDs mindestens zwei gleich sind:
| Erzeugte UUIDs | Kollisionswahrscheinlichkeit |
|---|---|
| 1 Million | etwa 9 × 10-26 |
| 1 Milliarde | etwa 9 × 10-20 |
| 1 Billion | etwa 9 × 10-14 |
| 1 Billiarde | etwa 9 × 10-8 |
| 2,7 Trillionen | etwa 50 % |
Praktisch heißt das: Selbst wenn jedes System weltweit unabhängig voneinander UUIDs erzeugt, musst du dir um Dubletten keine Gedanken machen. Die Werte in der Tabelle setzen allerdings einen guten Zufallsgenerator voraus. Eine selbst gebastelte Funktion auf Basis eines einfachen Pseudozufalls bietet diese Garantie nicht – deshalb greift das Tool auf die Browser-Funktion zurück, statt die Bits selbst zu würfeln.
Wann brauchst du UUIDs?
Beim Anlegen von Testdaten für eine Datenbank oder API, wenn echte Primärschlüssel simuliert werden sollen. Für Konfigurationsdateien, die eindeutige Client- oder Geräte-IDs benötigen. Als Platzhalter-IDs in Mockups oder Dokumentationen. Oder für Dateinamen, die nicht mit bereits vorhandenen Dateien kollidieren sollen.
Häufige Fehler und Grenzen
- Nicht sortierbar: UUIDs v4 lassen sich nicht nach Erzeugungszeitpunkt sortieren und fragmentieren in Datenbanken mit hohem Schreibaufkommen den Index stärker als aufsteigende IDs. Dafür gibt es zeitlich sortierbare Alternativen wie UUID v7 oder ULID – dieser Generator erzeugt ausschließlich v4.
- Kein Passwort-Ersatz: Eine UUID ist eine Kennung, kein Geheimnis. Für Zugangsschlüssel ist ein dafür gedachter Generator mit frei wählbarer Länge die bessere Wahl.
- Schreibweise: Groß- und Kleinschreibung bezeichnen dieselbe UUID. Speichere sie trotzdem einheitlich, da manche Systeme Zeichenketten exakt vergleichen.
- Falsches Format im Zielsystem: Manche Datenbanken haben einen eigenen UUID-Datentyp, andere speichern die Werte als Text. Als Text belegt eine UUID 36 Zeichen statt 16 Bytes – bei großen Tabellen macht das einen spürbaren Unterschied.
- Mengenbegrenzung: Pro Klick sind höchstens 100 UUIDs möglich; größere Werte setzt das Tool auf 100 herab.
- Datenschutz: Die UUIDs entstehen vollständig lokal im Browser, das Skript sendet nichts an einen Server und speichert keine Liste.
Passende Tools
Geheime Schlüssel erzeugst du mit dem API-Key-Generator. Für zeitbasierte Kennungen hilft der Unix-Timestamp-Konverter, und Testdaten im JSON-Format bringst du mit dem JSON-Formatter in Form.
Häufige Fragen
Was ist UUID Version 4?
Version 4 basiert auf reinem Zufall (mit Ausnahme weniger fester Bits, die die Version kennzeichnen) – im Gegensatz zu anderen Versionen, die z. B. auf Zeitstempel oder Namen basieren.
Wie hoch ist die Kollisionswahrscheinlichkeit?
Bei 122 zufälligen Bits ist die Wahrscheinlichkeit einer Kollision astronomisch gering – selbst bei Milliarden generierter UUIDs praktisch vernachlässigbar.
Wofür werden UUIDs typischerweise verwendet?
Als eindeutige IDs in Datenbanken, für API-Ressourcen, Sitzungs-Tokens oder überall dort, wo mehrere Systeme unabhängig voneinander eindeutige Kennungen erzeugen müssen.
Warum stehen manche Zeichen an fester Position (z. B. die „4“)?
Diese Bits kodieren die UUID-Version und -Variante nach dem Standard. Bei Version 4 steht an einer festen Position immer eine „4“, das ist keine Zufallsziffer, sondern Teil des Formats.
Kann ich die generierten UUIDs direkt in einer Datenbank als Primärschlüssel nutzen?
Technisch ja, sie sind dafür geeignet. Bei sehr großen, schreibintensiven Tabellen kann die fehlende Sortierbarkeit von UUID v4 die Indexleistung beeinträchtigen – hier lohnt ein Blick auf zeitlich sortierbare Alternativen.
Woher stammen die Zufallswerte?
Das Tool nutzt die Browser-Funktion crypto.randomUUID(), die auf den kryptografisch sicheren Zufallsgenerator des Browsers zugreift. Es kommt also kein vorhersagbares Pseudozufallsverfahren zum Einsatz.
Ist eine UUID dasselbe wie eine GUID?
Im Alltag ja. GUID (Globally Unique Identifier) ist die in manchen Entwicklungsumgebungen übliche Bezeichnung für dasselbe 128-Bit-Format. Eine hier erzeugte UUID v4 kannst du überall dort verwenden, wo eine GUID erwartet wird.
Kann ich eine UUID ohne Bindestriche verwenden?
Ja, die Bindestriche dienen nur der Lesbarkeit. Entfernst du sie, bleiben 32 Hexadezimalzeichen mit demselben Wert. Achte aber darauf, dass das Zielsystem diese kompakte Schreibweise akzeptiert – viele erwarten die Standardform mit 36 Zeichen.