Heizkosten-Rechner

Heizkosten anhand von Wohnfläche und Energieträger schätzen.

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geschätzte Heizkosten pro Jahr

Geschätzter Jahresverbrauch0 kWh
Kosten pro Monat0 €
Richtwerte, keine Energieberatung. Der Rechner schätzt mit einem festen Durchschnittspreis; dein tatsächlicher Verbrauch hängt stark von Dämmung, Baujahr, Heizungsanlage, Witterung und Heizverhalten ab. Vorgaben: Gaspreis nach BDEW-Gaspreisanalyse August 2026 (Ø 11,93 ct/kWh im Einfamilienhaus, gerundet), Verbrauch im mittleren Bereich des Heizspiegels 2026.

Wie werden die Heizkosten berechnet?

Der Heizkosten-Rechner schätzt, was dich das Heizen einer Wohnung oder eines Hauses im Jahr kostet. Du brauchst nur drei Angaben: die Wohnfläche, den spezifischen Verbrauch pro Quadratmeter und den Preis pro Kilowattstunde deines Energieträgers. Damit kannst du Wohnungen vor dem Anmieten vergleichen, die eigene Abrechnung grob prüfen oder durchspielen, was eine Sanierung oder ein anderer Energiepreis ausmacht.

So wird gerechnet

Jahresverbrauch in kWh = Wohnfläche in m² × spezifischer Verbrauch in kWh/m². Heizkosten pro Jahr in Euro = Jahresverbrauch × Energiepreis in ct/kWh ÷ 100. Kosten pro Monat = Jahreskosten ÷ 12. Der Jahresverbrauch wird auf ganze kWh gerundet angezeigt, die Beträge in Euro mit zwei Nachkommastellen. Grundpreise, Wartung oder Messdienstkosten sind nicht enthalten – willst du sie berücksichtigen, rechnest du sie in den Preis pro kWh ein oder addierst sie separat.

Beispiel 1: Wohnung mit Gasheizung (Vorgabewerte)

Mit den Vorgabewerten 90 m², 120 kWh/m² und 12 ct/kWh rechnet das Tool: 90 × 120 = 10.800 kWh im Jahr. 10.800 × 12 ÷ 100 = 1.296,00 € Heizkosten pro Jahr, also 108,00 € pro Monat. Die 12 ct/kWh entsprechen gerundet dem durchschnittlichen Gaspreis 2026 für Einfamilienhäuser laut BDEW-Gaspreisanalyse (11,93 ct/kWh; im Mehrfamilienhaus 11,17 ct/kWh). Ein Verbrauch von 120 kWh/m² liegt laut Heizspiegel 2026 für gasbeheizte Gebäude mit 80 bis 150 m² im mittleren Bereich.

Beispiel 2: Unsaniertes Haus mit Ölheizung

Ein Einfamilienhaus mit 140 m² verbraucht 180 kWh/m² – laut Heizspiegel für ölbeheizte Gebäude dieser Größe die Kategorie „erhöht“. Das ergibt 140 × 180 = 25.200 kWh, rund 2.520 Liter Heizöl (1 Liter entspricht etwa 10 kWh). Mit dem durchschnittlichen Heizölpreis des ersten Halbjahrs 2026 von 122,8 € je 100 Liter, also rund 12,3 ct/kWh, kostet das 3.099,60 € im Jahr (258,30 € im Monat). Zum Preis vom 8. Oktober 2026 – 172,3 ct pro Liter, also etwa 17,2 ct/kWh – wären es 4.334,40 € (361,20 € im Monat). Allein der Kaufzeitpunkt macht hier 1.234,80 € Unterschied. Bei Heizöl lohnt es sich deshalb, mit dem Preis zu rechnen, den du tatsächlich für deine letzte Tankfüllung bezahlt hast.

Beispiel 3: Wärmepumpe

Bei einer Wärmepumpe rechnest du mit dem Stromverbrauch statt mit der erzeugten Wärme. Der Heizspiegel 2026 nennt für Gebäude mit 80 bis 150 m² bis 36 kWh Strom pro m² als mittleren Bereich. Bei 90 m² und 33 kWh/m² ergeben sich 2.970 kWh Strom. Mit dem durchschnittlichen Haushaltsstrompreis von 37,0 ct/kWh (BDEW 2026) wären das 1.098,90 € im Jahr. Wärmepumpen- und Heizstromtarife sind eigene Tarife und im BDEW-Durchschnitt nicht enthalten – trag deshalb den Arbeitspreis aus deinem Wärmepumpenvertrag ein.

Schritt für Schritt

  1. Trag die beheizte Wohnfläche in m² ein.
  2. Ermittle deinen spezifischen Verbrauch: Teile den Jahresverbrauch aus der Heizkostenabrechnung durch die Fläche. Bei einer Wohnung in einem zentral beheizten Haus nimmst du dafür Verbrauch und Fläche des gesamten Gebäudes aus der Abrechnung. Hast du keine Abrechnung, nimm einen Wert aus der Tabelle unten.
  3. Rechne Liter oder Kubikmeter in kWh um: 1 Liter Heizöl bzw. 1 m³ Erdgas entspricht etwa 10 kWh.
  4. Trag den Energiepreis in Cent pro kWh ein, also zum Beispiel 12 und nicht 0,12.
  5. Lies Jahresverbrauch, Jahreskosten und Monatsbetrag ab und vergleiche sie mit deinem Abschlag.

Heizkosten nach Verbrauchsniveau

Gerechnet für 90 m² und 12 ct/kWh. Die Verbrauchswerte sind die Grenzen der Kategorien im Heizspiegel 2026 für gasbeheizte Gebäude mit 80 bis 150 m² Gesamtfläche (inklusive Warmwasser):

Spez. VerbrauchHeizspiegel-EinordnungVerbrauch pro JahrKosten pro JahrKosten pro Monat
65 kWh/m²niedrig (bis 65)5.850 kWh702,00 €58,50 €
120 kWh/m²mittel (bis 127)10.800 kWh1.296,00 €108,00 €
127 kWh/m²Obergrenze mittel11.430 kWh1.371,60 €114,30 €
220 kWh/m²erhöht (bis 220)19.800 kWh2.376,00 €198,00 €
250 kWh/m²zu hoch (ab 221)22.500 kWh2.700,00 €225,00 €

Zwischen einem sparsamen und einem sehr hohen Verbrauch liegen bei gleicher Fläche und gleichem Preis also fast 2.000 € im Jahr. Für Heizöl gelten im Heizspiegel etwas andere Grenzen (mittel bis 176, erhöht bis 280 kWh/m²), für Wärmepumpen deutlich niedrigere, weil dort der Strom gezählt wird.

Was den Energiepreis 2026 beeinflusst

Bei Gas und Heizöl steckt seit 2021 ein CO2-Preis im Preis. 2026 werden die Zertifikate laut Deutscher Emissionshandelsstelle erstmals in einem Preiskorridor von 55 bis 65 € pro Tonne versteigert. Gegenüber 2025 bedeutet die Obergrenze von 65 € höchstens rund 0,22 ct/kWh mehr bei Erdgas und 3,2 ct pro Liter mehr bei Heizöl, jeweils inklusive Mehrwertsteuer. Deutlich stärker schwankt derzeit der Ölpreis selbst: Laut TECSON lag der Durchschnittspreis für 100 Liter Heizöl im ersten Halbjahr 2026 bei 122,8 €, im zweiten Halbjahr bisher bei 147,3 €.

Häufige Fehler und Grenzen

  • Euro statt Cent: Wer 0,12 statt 12 einträgt, erhält ein hundertfach zu kleines Ergebnis.
  • Liter statt kWh: 2.500 Liter Heizöl sind rund 25.000 kWh, nicht 2.500 kWh.
  • Wohnungs- und Gebäudewerte mischen: Der Heizspiegel bezieht sich auf das ganze Gebäude. Teilst du den Verbrauch des Hauses durch die Fläche deiner Wohnung, wird der spezifische Wert viel zu hoch.
  • Grundpreis, Wartung, Schornsteinfeger, Messdienst und Strom für die Heizungspumpe sind nicht enthalten.
  • Der Wirkungsgrad der Heizung steckt im spezifischen Verbrauch. Nimmst du einen Bedarfswert aus dem Energieausweis, kann der tatsächliche Verbrauch deutlich abweichen.
  • Witterung: Ein kalter Winter erhöht den Verbrauch spürbar, ein milder senkt ihn. Ein Mittel aus mehreren Abrechnungsjahren ist aussagekräftiger.
  • Der Rechner geht von einem festen Preis über das ganze Jahr aus. Preisänderungen oder eine Tankfüllung zu einem anderen Preis bildet er nicht ab.

Passende Rechner

Den Strom für Haushalt oder Wärmepumpe rechnet der Stromkosten-Rechner. Ob sich eigener Solarstrom lohnt, zeigen der PV-Ertragsrechner und der Solaranlagen-Rechner. Kilowattstunden, Megajoule und andere Energieeinheiten rechnet der Energie-Konverter um, Liter und Kubikmeter der Volumen-Konverter. Wie sich steigende Preise über Jahre auswirken, zeigt der Inflationsrechner.

Häufige Fragen

Was ist ein realistischer spezifischer Verbrauch?

Der Heizspiegel 2026 ordnet gasbeheizte Gebäude mit 80 bis 150 m² so ein: bis 65 kWh/m² niedrig, bis 127 mittel, bis 220 erhöht, ab 221 zu hoch. Bei Heizöl liegen die Grenzen bei 106, 176 und 280 kWh/m². Die Werte gelten für das ganze Gebäude inklusive Warmwasser und sind Vergleichswerte, keine Vorgaben.

Berücksichtigt der Rechner die Heizungsart?

Nur über deine Eingaben. Gas, Öl, Fernwärme, Pellets und Wärmepumpe haben eigene Preise pro kWh und unterschiedliche Verbrauchswerte. Bei einer Wärmepumpe trägst du den Stromverbrauch pro m² und deinen Strompreis ein, nicht die erzeugte Wärme.

Wie ermittle ich meinen tatsächlichen Verbrauch?

Am genauesten aus der Heizkostenabrechnung oder der Rechnung deines Versorgers. Teile den Jahresverbrauch in kWh durch die beheizte Fläche. Steht der Verbrauch in Litern Heizöl oder Kubikmetern Gas, multiplizierst du ihn ungefähr mit 10, um auf kWh zu kommen.

Ist der voreingestellte Preis von 12 ct/kWh aktuell?

Er entspricht gerundet dem durchschnittlichen Gaspreis 2026 für Einfamilienhäuser laut BDEW-Gaspreisanalyse vom August 2026 (11,93 ct/kWh). Neukundentarife, Grundversorgung und regionale Preise weichen davon ab. Für eine genaue Rechnung trägst du den Arbeitspreis aus deinem Vertrag ein.

Wie viel macht der CO2-Preis 2026 aus?

2026 liegt der CO2-Preis im nationalen Emissionshandel in einem Korridor von 55 bis 65 € pro Tonne. Laut Deutscher Emissionshandelsstelle bedeutet die Obergrenze gegenüber 2025 höchstens etwa 0,22 ct/kWh mehr bei Erdgas und 3,2 ct pro Liter mehr bei Heizöl, inklusive Mehrwertsteuer. Bei 10.800 kWh Gas sind das höchstens rund 24 € im Jahr.

Wie stark senkt eine energetische Sanierung die Heizkosten?

Das hängt vom Ausgangszustand ab. Sinkt der Verbrauch eines 90-m²-Gebäudes von 220 auf 120 kWh/m², fallen bei 12 ct/kWh die Kosten laut Rechner von 2.376,00 € auf 1.296,00 € im Jahr. Wie viel eine konkrete Maßnahme bringt, kann nur eine Energieberatung vor Ort seriös abschätzen.

Warum weicht der Verbrauch von Jahr zu Jahr ab?

Vor allem wegen der Witterung: Ein kalter Winter erhöht den Verbrauch spürbar gegenüber einem milden Jahr. Dazu kommen Heizverhalten, Warmwasserverbrauch und die Zahl der Bewohner. Für einen fairen Vergleich hilft ein Durchschnitt aus mehreren Abrechnungen.

Kann ich mit dem Rechner meine Nebenkostenabrechnung prüfen?

Nur grob. Der Rechner zeigt, ob Verbrauch und Kosten in einer plausiblen Größenordnung liegen. Eine Abrechnung enthält aber zusätzlich Grundkosten, Messdienst und die Verteilung nach Verbrauch und Fläche. Bei deutlichen Abweichungen helfen Mieterverein oder Verbraucherzentrale.