Break-even-Rechner
Gewinnschwelle aus Fixkosten und Deckungsbeitrag berechnen.
0 Stück
Gewinnschwelle (Break-even-Menge)
| Break-even-Umsatz | 0 € |
|---|---|
| Deckungsbeitrag pro Stück | 0 € |
Wie wird die Gewinnschwelle berechnet?
Break-even-Menge = Fixkosten ÷ Deckungsbeitrag pro Stück, wobei der Deckungsbeitrag der Verkaufspreis minus variable Kosten pro Stück ist. Ab dieser Menge sind alle Fixkosten gedeckt und jedes weitere Stück erwirtschaftet Gewinn.
Beispiel 1: Mittlere Fixkosten, knappe Marge
Bei 50.000 € Fixkosten, 25 € Verkaufspreis und 10 € variablen Kosten pro Stück (Deckungsbeitrag 15 €) liegt die Gewinnschwelle bei 3.334 Stück (aufgerundet von rechnerisch 3.333,33 Stück) bzw. rund 83.333,33 € Umsatz – der Rechner nutzt für den Umsatz die exakte, ungerundete Menge, nicht die aufgerundete Stückzahl, deshalb ergibt 3.334 × 25 € nicht denselben Wert.
Beispiel 2: Niedrige Fixkosten, hoher Deckungsbeitrag
Ein kleiner Online-Shop hat 20.000 € Fixkosten im Jahr (Software, Hosting, Buchhaltung), verkauft ein Produkt für 50 € und hat 30 € variable Kosten pro Stück. Deckungsbeitrag: 50 € − 30 € = 20 €. Break-even-Menge: 20.000 € ÷ 20 € = 1.000 Stück. Break-even-Umsatz: 1.000 × 50 € = 50.000 €. Der Vergleich zeigt: Ein höherer Deckungsbeitrag pro Stück senkt die nötige Verkaufsmenge deutlich, selbst wenn die Fixkosten niedriger sind als im ersten Beispiel.
Wann brauchst du den Break-even-Rechner?
Beim Planen eines neuen Produkts, um vorab abzuschätzen, wie viele Einheiten mindestens verkauft werden müssen. Beim Prüfen, ob eine geplante Preissenkung die nötige Absatzmenge realistisch noch erreichbar macht. Beim Vergleich zweier Preismodelle mit unterschiedlichem Verkaufspreis und variablen Kosten. Oder beim Erstellen eines Businessplans, in dem die Gewinnschwelle als Kennzahl gefordert ist.
Gut zu wissen
Die Zuordnung von Kosten zu "fix" oder "variabel" ist in der Praxis nicht immer eindeutig – manche Kosten (z. B. Personal bei stark schwankender Auslastung) verhalten sich nur näherungsweise fix. Außerdem geht die Break-even-Rechnung von einem konstanten Verkaufspreis und konstanten variablen Kosten pro Stück aus; Mengenrabatte beim Einkauf oder gestaffelte Preise werden nicht automatisch berücksichtigt.
Häufige Fragen
Was passiert, wenn die variablen Kosten den Verkaufspreis übersteigen?
Dann ist der Deckungsbeitrag negativ – die Gewinnschwelle wird rechnerisch nie erreicht, da jedes verkaufte Stück zusätzlichen Verlust erzeugt.
Was zählt zu Fixkosten und was zu variablen Kosten?
Fixkosten fallen unabhängig von der Verkaufsmenge an (z. B. Miete, Gehälter), variable Kosten steigen mit jeder verkauften Einheit (z. B. Material, Versand).
Wofür wird der Break-even-Umsatz genutzt?
Er zeigt, welcher Umsatz nötig ist, um die Gewinnzone zu erreichen – nützlich für Preiskalkulation und Absatzplanung.
Warum wird die Break-even-Menge aufgerundet?
Weil sich in der Regel keine Bruchteile eines Stücks verkaufen lassen – erst mit dem nächsten vollständig verkauften Stück ist die Gewinnschwelle tatsächlich überschritten.
Wie wirkt sich eine Preiserhöhung auf die Gewinnschwelle aus?
Eine Preiserhöhung vergrößert bei gleichbleibenden variablen Kosten den Deckungsbeitrag pro Stück – dadurch sinkt die Anzahl der Stück, die zum Erreichen der Gewinnschwelle nötig sind.