Standardabweichung-Rechner
Standardabweichung und Varianz berechnen.
Dezimalzahlen mit Komma oder Punkt: 2,5 oder 2.5. Ein Komma ohne folgendes Leerzeichen gilt als Dezimalkomma.
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Standardabweichung (Stichprobe)
| Mittelwert | 0 |
|---|---|
| Varianz (Stichprobe) | 0 |
| Standardabweichung (Grundgesamtheit) | 0 |
| Varianz (Grundgesamtheit) | 0 |
| Anzahl Werte | 0 |
Was ist die Standardabweichung?
Die Standardabweichung misst, wie weit die Werte einer Reihe im Mittel um ihren Durchschnitt streuen. Zwei Klassen können denselben Notendurchschnitt haben – in der einen liegen aber alle Noten nah beieinander, in der anderen reichen sie von 1 bis 5. Der Durchschnitt allein zeigt diesen Unterschied nicht, die Standardabweichung schon. Sie hat dieselbe Einheit wie deine Daten (Noten, Euro, Millimeter) und ist deshalb leicht zu interpretieren.
So wird gerechnet
Der Rechner geht in vier Schritten vor:
- Mittelwert: x̄ = Summe aller Werte ÷ n
- Quadratsumme: Für jeden Wert die Abweichung vom Mittelwert quadrieren und alles addieren: Σ (xᵢ − x̄)²
- Varianz: Stichprobe s² = Quadratsumme ÷ (n − 1), Grundgesamtheit σ² = Quadratsumme ÷ n
- Standardabweichung: s = √s² bzw. σ = √σ²
Das große Ergebnis oben ist die Stichproben-Standardabweichung s; die Werte für die Grundgesamtheit stehen in der Tabelle darunter. Bei nur einem Wert lässt sich die Stichprobenvarianz nicht bilden (Division durch 0), der Rechner zeigt dann einen Strich. Zahlen trennst du mit Leerzeichen, Zeilenumbruch, Semikolon oder Komma plus Leerzeichen; ein Komma direkt zwischen Ziffern ist ein Dezimalkomma. Angezeigt werden bis zu vier Nachkommastellen.
Beispiel 1 mit den Vorgaben des Rechners
Vorgegeben sind 4, 8, 15, 16, 23 und 42. Der Mittelwert beträgt 108 ÷ 6 = 18. Die Abweichungen vom Mittelwert sind −14, −10, −3, −2, 5 und 24, ihre Quadrate 196, 100, 9, 4, 25 und 576. Die Quadratsumme beträgt 910. Geteilt durch n − 1 = 5 ergibt sich die Stichprobenvarianz 182, die Wurzel daraus ist die Standardabweichung 13,4907. Für die Grundgesamtheit teilst du durch 6: Varianz 151,6667, Standardabweichung 12,3153.
Beispiel 2: Eng beieinander liegende Messwerte
Fünf Messungen eines Bauteils mit Sollmaß 100 mm ergeben 98, 99, 100, 101 und 102 mm. Der Mittelwert liegt bei 100, die Quadratsumme bei 4 + 1 + 0 + 1 + 4 = 10. Die Stichprobenvarianz beträgt 10 ÷ 4 = 2,5, die Standardabweichung 1,5811 mm. Für die Grundgesamtheit ergeben sich eine Varianz von 2 und eine Standardabweichung von 1,4142 mm. Im Vergleich zu Beispiel 1 ist die Streuung viel kleiner, weil alle Werte nah am Mittelwert liegen.
Schritt für Schritt
- Gib deine Messwerte, Noten oder Beträge ein – auch als kopierte Tabellenspalte mit einem Wert pro Zeile.
- Kontrolliere die Anzahl der Werte, damit keiner falsch getrennt oder ignoriert wurde.
- Entscheide, ob deine Daten eine Stichprobe (Regelfall) oder die vollständige Grundgesamtheit sind, und lies den passenden Wert ab.
- Setze die Standardabweichung ins Verhältnis zum Mittelwert: 1,58 mm bei 100 mm ist wenig, 13,49 bei einem Mittelwert von 18 ist viel.
Typische Werte im Vergleich
Mit dem Rechner ermittelte Werte für frei gewählte Beispielreihen (s = Stichprobe, σ = Grundgesamtheit):
| Zahlenreihe | Mittelwert | s | σ |
|---|---|---|---|
| Noten 3, 3, 3, 3, 3 | 3 | 0 | 0 |
| Noten 1, 2, 3, 4, 5 | 3 | 1,5811 | 1,4142 |
| Noten 1, 1, 3, 5, 5 | 3 | 2 | 1,7889 |
| Wochenstunden 38,5 40 42 39,5 41 | 40,2 | 1,3509 | 1,2083 |
| Verbrauch in l/100 km: 6,8 7,2 6,5 7,9 7,1 | 7,1 | 0,5244 | 0,469 |
| Vorgabe 4, 8, 15, 16, 23, 42 | 18 | 13,4907 | 12,3153 |
Die drei Notenreihen haben denselben Durchschnitt von 3, streuen aber völlig unterschiedlich – genau das macht die Standardabweichung sichtbar.
Stichprobe oder Grundgesamtheit?
Sind deine Daten nur ein Ausschnitt aus einer größeren Menge – fünf Messungen aus einer laufenden Produktion, zwölf Monate aus vielen Jahren –, nimm die Stichprobenvariante mit n − 1. Sie gleicht aus, dass der Mittelwert aus denselben Daten geschätzt wird und die Streuung sonst systematisch zu klein ausfiele. Nur wenn wirklich alle relevanten Werte vorliegen, etwa alle Noten einer einzelnen Klausur, passt die Division durch n. Der Unterschied schrumpft mit wachsendem n: s ist um den Faktor √(n ÷ (n − 1)) größer als σ, bei n = 2 um 1,4142, bei n = 5 um 1,118, bei n = 10 um 1,0541, bei n = 30 um 1,0171 und bei n = 100 nur noch um 1,005.
Häufige Fehler und Grenzen
- Falsche Variante: Taschenrechner und Tabellenprogramme bieten oft beide Formeln an. Prüfe, ob du s (n − 1) oder σ (n) brauchst, bevor du Ergebnisse vergleichst.
- Varianz und Standardabweichung verwechseln: Die Varianz hat quadrierte Einheiten (mm²), die Standardabweichung die Originaleinheit (mm).
- Ausreißer: Weil Abweichungen quadriert werden, wirkt ein einzelner extremer Wert besonders stark. Im Beispiel 1 trägt allein die 42 576 von 910 zur Quadratsumme bei.
- Faustregel nur bei Normalverteilung: Dass rund 68 % der Werte innerhalb von einer Standardabweichung um den Mittelwert liegen, gilt nur für annähernd normalverteilte Daten, nicht für schiefe Reihen wie Einkommen.
- Eingabeformat: 4,8 ohne Leerzeichen ist eine Dezimalzahl, und 2.500 wird als 2,5 gelesen. Gib große Zahlen ohne Tausenderpunkt ein.
Passende Rechner
Den Mittelwert mit Summe, Minimum und Maximum liefert der Durchschnittsrechner, den ausreißerrobusten Zentralwert der Median-Rechner. Willst du die Standardabweichung in Prozent des Mittelwerts ausdrücken (Variationskoeffizient, im Beispiel 1 rund 75 %), hilft der Prozentrechner.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Stichproben- und Grundgesamtheits-Standardabweichung?
Die Stichprobenvariante teilt die Quadratsumme durch n − 1, die Grundgesamtheitsvariante durch n. Bei den Vorgabewerten ergibt das 13,4907 gegenüber 12,3153; mit wachsender Anzahl an Werten nähern sich beide an.
Was sagt eine hohe Standardabweichung aus?
Die Werte streuen stark um den Mittelwert; eine niedrige Standardabweichung bedeutet, dass die Werte nah beieinander liegen. Ob ein Wert hoch ist, hängt vom Mittelwert und der Einheit ab – vergleiche deshalb am besten Reihen mit derselben Einheit.
Wie hängen Varianz und Standardabweichung zusammen?
Die Standardabweichung ist die Quadratwurzel der Varianz. Bei den Vorgabewerten ist die Stichprobenvarianz 182, die Standardabweichung √182 ≈ 13,4907.
Wann sollte ich Stichproben- statt Grundgesamtheits-Standardabweichung verwenden?
Immer dann, wenn deine Daten nur eine Auswahl aus einer größeren möglichen Datenmenge sind, was in der Praxis fast immer zutrifft. Die Grundgesamtheitsvariante ist nur korrekt, wenn wirklich alle relevanten Werte erfasst wurden.
Wie kann ich zwei Datenreihen mit ähnlichem Mittelwert vergleichen?
Vergleiche zusätzlich die Standardabweichung beider Reihen. Die Noten 1, 2, 3, 4, 5 und 1, 1, 3, 5, 5 haben beide den Durchschnitt 3, aber Standardabweichungen von 1,5811 und 2 – die zweite Reihe streut stärker.
Warum zeigt der Rechner bei nur einer Zahl einen Strich?
Für die Stichprobenvarianz wird durch n − 1 geteilt, bei einem Wert also durch 0. Eine Streuung lässt sich aus einem einzigen Wert nicht schätzen. Die Grundgesamtheitswerte sind in diesem Fall 0, weil der einzelne Wert genau dem Mittelwert entspricht.
Kann die Standardabweichung negativ sein?
Nein. Die quadrierten Abweichungen sind nie negativ, die Wurzel daraus ebenfalls nicht. Eine Standardabweichung von 0 bedeutet, dass alle Werte gleich sind, wie bei den Noten 3, 3, 3, 3, 3.
Welche Formel nutzen Tabellenprogramme?
Tabellenprogramme bieten meist zwei Funktionen an: eine für die Stichprobe mit n − 1 und eine für die Grundgesamtheit mit n. Die Ergebnisse dieses Rechners entsprechen der jeweils gleichnamigen Variante; achte beim Vergleich darauf, welche Funktion du verwendet hast.