ETF-Sparplan-Rechner

Endkapital eines ETF-Sparplans mit Zinseszins hochrechnen.

0 €

Voraussichtliches Depotvermögen am Ende der Laufzeit

Eingezahltes Kapital0 €
Wertzuwachs (vor Steuern)0 €
JahrEingezahltDepotwert
Modellrechnung mit konstanter, angenommener Rendite – reale ETF-Kurse schwanken. Die Rechnung berücksichtigt weder Kapitalertragsteuer (Abgeltungsteuer inkl. Vorabpauschale) noch Produkt- oder Depotgebühren. Keine Anlageberatung.

Wie wird das Endkapital berechnet?

Die Einmalanlage wird über die gesamte Laufzeit verzinst, die monatlichen Sparraten kommen als regelmäßige Einzahlungen hinzu und wachsen ab ihrer Einzahlung mit. Die angenommene Rendite wird dabei als konstant über die gesamte Anlagedauer unterstellt – ein Modell, das reale Kursschwankungen bewusst ausblendet.

So wird gerechnet

Der Rechner teilt die erwartete Jahresrendite durch 12 und rechnet mit monatlichem Zinseszins. Mit Monatsrendite i = Rendite ÷ 100 ÷ 12 und n = Anlagedauer × 12 gilt:

Depotwert = Einmalanlage × (1 + i)^n + Sparrate × ((1 + i)^n − 1) ÷ i

Die Sparraten werden dabei jeweils zum Monatsende angesetzt. Der Wertzuwachs ist der Depotwert minus aller Einzahlungen (Einmalanlage + Sparrate × n). Die Anlagedauer wird auf ganze Jahre gerundet, mindestens ein Jahr; alle Beträge erscheinen auf volle Euro gerundet.

Beispiel mit den Vorgaben des Rechners: 1.000 € Einmalanlage, 200 € monatlich, 7 % erwartete Rendite, 25 Jahre. Die Monatsrendite beträgt 7 ÷ 12 ≈ 0,5833 %, die Laufzeit 300 Monate. Die Einmalanlage wächst auf rund 5.725 €, die Sparraten auf rund 162.014 €. Zusammen ergibt das ein Depotvermögen von rund 167.740 € bei eingezahlten 61.000 €. Der rechnerische Wertzuwachs vor Steuern und Kosten liegt bei rund 106.740 €. Die 7 % sind eine Beispielannahme des Rechners, keine Prognose.

Zweites Beispiel: Kurzer Anlagehorizont

Wer ohne Einmalanlage mit 100 € monatlich bei 5 % angenommener Rendite über nur 10 Jahre spart, zahlt insgesamt 12.000 € ein und landet bei einem Depotwert von rund 15.528 € – der Zinseszinseffekt fällt bei kürzeren Laufzeiten spürbar geringer aus als im 25-Jahre-Beispiel.

Schritt für Schritt

  1. Trage eine eventuelle Einmalanlage zum Start ein, sonst 0.
  2. Gib die monatliche Sparrate ein.
  3. Wähle eine Renditeannahme. Rechne ruhig mehrere Szenarien mit vorsichtigen und optimistischen Werten durch.
  4. Lege die Anlagedauer in ganzen Jahren fest.
  5. Lies Endkapital und Wertzuwachs ab und verfolge den Verlauf in der Jahrestabelle. Ab 16 Jahren zeigt sie jedes zweite, ab 31 Jahren jedes fünfte Jahr, das letzte Jahr wird immer ergänzt.

Einfluss der Renditeannahme

1.000 € Einmalanlage, 200 € monatlich, 25 Jahre, 61.000 € eingezahlt – mit dem Rechner ermittelt. Die Renditen sind frei gewählte Szenarien:

Angenommene Rendite p. a.DepotwertWertzuwachs
3 %91.317 €30.317 €
5 %122.583 €61.583 €
7 %167.740 €106.740 €

Zwei Prozentpunkte Unterschied in der Annahme verändern das Ergebnis um mehrere zehntausend Euro. Deshalb ist es sinnvoller, mit einer Spanne zu planen als mit einem einzigen Wert.

Die Jahrestabelle zeigt außerdem, wie spät der Zinseszinseffekt richtig greift: Mit den Vorgaben stehen nach 10 Jahren rund 36.627 € im Depot bei 25.000 € Einzahlungen – der Großteil stammt also noch aus eigenem Geld. Nach 20 Jahren sind es rund 108.224 € bei 49.000 € Einzahlungen, und der rechnerische Zuwachs übersteigt erstmals deutlich die eingezahlte Summe.

Wann brauchst du den ETF-Sparplan-Rechner?

Typische Anwendungsfälle sind die grobe Planung eines langfristigen Sparziels, der Vergleich unterschiedlicher Sparraten oder Laufzeiten vor Abschluss eines Sparplans, oder die Frage, wie stark sich eine andere Renditeannahme langfristig auf das Endkapital auswirkt.

Häufige Fehler und Grenzen

  • Konstante Rendite: Reale Aktienmärkte schwanken. Ein Kurseinbruch kurz vor Ende der Laufzeit kann das Ergebnis deutlich stärker beeinflussen, als diese Modellrechnung zeigt; auch Verluste sind möglich.
  • Monatliche Verzinsung: Weil die Jahresrendite durch 12 geteilt und monatlich aufgezinst wird, entspricht eine Eingabe von 7 % rechnerisch rund 7,23 % pro Jahr. Ist deine Annahme als jährliche Rendite gemeint, fällt das Ergebnis leicht zu hoch aus.
  • Keine Steuern und Kosten: Abgeltungsteuer, Vorabpauschale, Fondskosten, Ordergebühren und Depotkosten sind nicht abgezogen. Der angezeigte Wertzuwachs ist ein Wert vor Steuern und Kosten.
  • Keine Inflation: Alle Beträge sind nominal, ihre Kaufkraft in 25 Jahren ist geringer.
  • Feste Sparrate: Dynamik, Pausen oder Entnahmen bildet der Rechner nicht ab.

Die Ergebnisse sind Richtwerte und keine Anlageberatung.

Passende Rechner

Mit festem Zins statt erwarteter Rendite rechnet der Zinseszins-Rechner, für reine Sparraten der Sparplanrechner. Ausschüttungen schätzt der Dividendenrechner, und wie viel dein Endkapital in heutiger Kaufkraft wert ist, zeigt der Inflationsrechner.

Häufige Fragen

Werden Steuern und Gebühren berücksichtigt?

Nein. Die Berechnung zeigt den Wertzuwachs vor Abgeltungsteuer, Vorabpauschale sowie Produkt- und Depotgebühren – dein tatsächliches Ergebnis fällt dadurch niedriger aus.

Was bedeutet „erwartete Rendite“?

Ein angenommener, über die gesamte Laufzeit konstanter jährlicher Wertzuwachs. Reale ETF-Kurse schwanken – die tatsächliche Rendite kann höher oder niedriger ausfallen.

Wie wird die Jahrestabelle berechnet?

Für jedes Jahr der Laufzeit wird das Depotvermögen mit den bis dahin geleisteten Einzahlungen und der angenommenen Rendite neu berechnet, sodass sich der Vermögensverlauf über die Zeit ablesen lässt.

Welche Rendite ist realistisch für die Eingabe?

Eine verlässliche Zahl dafür gibt es nicht. Die Vorgabe von 7 % im Rechner ist nur ein Beispielwert. Vergangene Renditen breit gestreuter Aktienanlagen hängen stark vom betrachteten Zeitraum ab und sind keine Garantie für die Zukunft – rechne deshalb am besten mehrere Szenarien mit vorsichtigen und optimistischeren Annahmen durch.

Lohnt sich eine höhere Einmalanlage oder eine höhere monatliche Rate mehr?

Beides trägt zum Endkapital bei, aber je früher Geld investiert ist, desto länger kann der Zinseszinseffekt wirken – eine frühe Einmalanlage wirkt sich bei gleicher Gesamtsumme oft stärker aus als spätere monatliche Raten.

Warum zeigt die Jahrestabelle nicht jedes Jahr?

Damit die Tabelle übersichtlich bleibt, zeigt sie bis 15 Jahre jedes Jahr, von 16 bis 30 Jahren jedes zweite und darüber jedes fünfte Jahr. Das letzte Jahr der Laufzeit wird immer ergänzt, bei 25 Jahren also die Jahre 2, 4 bis 24 und 25.

Wie wirkt sich eine um zwei Prozentpunkte niedrigere Rendite aus?

Mit den Vorgaben des Rechners (1.000 € Einmalanlage, 200 € monatlich, 25 Jahre) sinkt das Endkapital von rund 167.740 € bei 7 % auf rund 122.583 € bei 5 %. Der Wertzuwachs schrumpft damit um mehr als 40 %, obwohl die Einzahlungen gleich bleiben.

Ist das Endergebnis garantiert?

Nein. Der Rechner zeigt eine Modellrechnung mit einer gleichbleibenden, von dir gewählten Rendite. Tatsächliche Wertentwicklungen schwanken, können über längere Zeit negativ sein und werden zusätzlich durch Steuern, Kosten und Inflation geschmälert.