Sparplanrechner
Ansparsumme bei regelmäßigen Einzahlungen berechnen.
0 €
Ansparsumme am Ende der Laufzeit
| Eingezahltes Kapital | 0 € |
|---|---|
| Zinsertrag | 0 € |
Was ist ein Sparplan?
Bei einem Sparplan zahlst du regelmäßig einen festen Betrag ein – zum Beispiel per Dauerauftrag auf ein Sparkonto oder in einen Fondssparplan. Der Sparplanrechner zeigt dir, welche Summe sich bei konstanter Sparrate und konstantem Zinssatz am Ende der Laufzeit angesammelt hat, wie viel davon deine eigenen Einzahlungen sind und wie viel aus Zinsen und Zinseszinsen stammt. Ein Startkapital gibt es hier nicht: Du beginnst bei 0 €.
So wird gerechnet
Der Rechner verwendet die Formel für eine nachschüssige Ratenzahlung mit monatlicher Verzinsung. Mit dem Monatszins i = Zinssatz p. a. ÷ 100 ÷ 12 und der Anzahl der Monate n = Laufzeit in Jahren × 12 (auf volle Monate gerundet) gilt:
Ansparsumme = Sparrate × ((1 + i)^n − 1) ÷ i
- Eingezahltes Kapital = Sparrate × n
- Zinsertrag = Ansparsumme − eingezahltes Kapital
- Bei 0 % Zins entspricht die Ansparsumme einfach Sparrate × n.
„Nachschüssig“ bedeutet: Jede Rate wird am Monatsende eingezahlt und erst ab dem folgenden Monat verzinst. Die Ergebnisse werden auf den Cent genau angezeigt.
Beispiel 1 mit den Vorgaben des Rechners
150 € monatlich, 3 % Zinsen p. a., 10 Jahre. Der Monatszins beträgt 3 ÷ 12 = 0,25 %, die Laufzeit 120 Monate. Der Faktor (1,0025)^120 liegt bei rund 1,3494. Eingesetzt: 150 € × (1,3494 − 1) ÷ 0,0025 ergibt eine Ansparsumme von 20.961,21 €. Eingezahlt hast du 150 € × 120 = 18.000,00 €, der Zinsertrag beträgt 2.961,21 €. Im zehnten Jahr allein kommen dabei rund 590 € Zinsen hinzu, im ersten Jahr waren es erst rund 25 € – der Zinseszinseffekt wächst mit dem angesparten Guthaben.
Beispiel 2: Langfristiger ETF-Sparplan
Bei 300 € monatlicher Rate, einer angenommenen Rendite von 6 % p. a. und 30 Jahren Laufzeit wächst das Kapital auf 301.354,51 €. Eingezahlt wurden 108.000,00 €, die restlichen 193.354,51 € stammen aus Erträgen. Die 6 % sind eine frei gewählte Annahme: Fonds- und Aktienrenditen schwanken von Jahr zu Jahr, der Rechner glättet das zu einem gleichmäßigen Zins. Der Vergleich mit Beispiel 1 zeigt, wie stark lange Laufzeiten und höhere Renditen das Verhältnis von Einzahlung zu Ertrag verschieben.
Schritt für Schritt
- Trage die monatliche Sparrate ein, die du dauerhaft aufbringen kannst.
- Gib den Zinssatz bzw. die erwartete Rendite pro Jahr an – für Sparkonten den aktuellen Zins, für Fonds eine vorsichtige Annahme.
- Wähle die Laufzeit in Jahren; Werte wie 7,5 werden auf volle Monate (hier 90) umgerechnet.
- Lies Ansparsumme, eingezahltes Kapital und Zinsertrag ab.
- Ändere Rate, Zins oder Laufzeit, um Szenarien zu vergleichen – etwa eine vorsichtige und eine optimistische Annahme.
Ansparsumme bei 150 € monatlich
Mit dem Rechner ermittelt. Die Zinssätze sind frei gewählte Rechenbeispiele, keine Prognose:
| Zins p. a. | 10 Jahre | 20 Jahre | 30 Jahre |
|---|---|---|---|
| Eingezahlt | 18.000,00 € | 36.000,00 € | 54.000,00 € |
| 1 % | 18.922,48 € | 39.834,19 € | 62.944,23 € |
| 3 % | 20.961,21 € | 49.245,30 € | 87.410,53 € |
| 5 % | 23.292,34 € | 61.655,05 € | 124.838,80 € |
| 7 % | 25.962,72 € | 78.139,00 € | 182.995,65 € |
Gut zu sehen: Die doppelte Laufzeit bringt mehr als die doppelte Rate. 300 € über 10 Jahre bei 3 % ergeben 41.922,43 €, 150 € über 20 Jahre dagegen 49.245,30 € – bei jeweils 36.000 € Einzahlungen.
Rückwärts gerechnet: Welche Rate brauche ich für mein Ziel?
Stellst du die Formel um, erhältst du die nötige Sparrate: Sparrate = Zielbetrag × i ÷ ((1 + i)^n − 1). Für 10.000 € in 5 Jahren bei 3 % sind das rund 154,69 € im Monat. Du kannst das auch mit dem Rechner prüfen, indem du die Rate so lange anpasst, bis die Ansparsumme dein Ziel erreicht.
Wann brauchst du den Sparplanrechner?
Um zu planen, wie viel monatliches Sparen für ein konkretes Ziel nötig ist, etwa eine Anzahlung fürs Eigenheim oder einen Notgroschen. Um verschiedene Sparraten oder Laufzeiten gegeneinander abzuwägen, bevor du einen Dauerauftrag einrichtest. Oder um für die Altersvorsorge grob abzuschätzen, welche Summe sich über Jahrzehnte ansammeln könnte.
Häufige Fehler und Grenzen
- Monatliche statt jährliche Zinsgutschrift: Weil der Jahreszins durch 12 geteilt und monatlich verzinst wird, liegt die effektive Jahresverzinsung leicht über dem eingegebenen Wert – aus 3 % werden rund 3,04 %, aus 6 % rund 6,17 %. Schreibt deine Bank Zinsen nur einmal jährlich gut, fällt das Ergebnis etwas niedriger aus.
- Konstanter Zins: Sparkonto-Zinsen ändern sich, Fondsrenditen schwanken teils stark. Der Rechner unterstellt einen festen Wert über die gesamte Laufzeit.
- Keine Steuern: Als Richtwert (Stand 2026) sind Kapitalerträge bis zum Sparerpauschbetrag von 1.000 € pro Person und Jahr (2.000 € bei Zusammenveranlagung) steuerfrei, darüber fällt Abgeltungsteuer von 25 % plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer an. Bei Fonds gelten zusätzliche Sonderregeln.
- Keine Gebühren und keine Inflation: Depot-, Fonds- oder Ausgabekosten mindern die Rendite, und die Kaufkraft der Ansparsumme ist in 10 oder 30 Jahren geringer als heute.
- Feste Rate, kein Startkapital: Dynamische Erhöhungen, Pausen, Entnahmen oder ein bereits vorhandenes Guthaben bildet dieser Rechner nicht ab.
Die Ergebnisse sind Richtwerte und keine Anlageberatung.
Passende Rechner
Hast du bereits ein Startkapital, nutze den Zinseszins-Rechner. Eine Jahresübersicht für Fondssparpläne liefert der ETF-Sparplan-Rechner. Was deine Ansparsumme in heutiger Kaufkraft wert ist, zeigt der Inflationsrechner, und mit dem Rentenrechner schätzt du deine Versorgungslücke im Alter ab.
Häufige Fragen
Wird der Zins monatlich oder jährlich gutgeschrieben?
Der Rechner nutzt eine monatliche Verzinsung (Zinssatz p. a. ÷ 12), was der Funktionsweise vieler ETF-Sparpläne mit monatlicher Einzahlung entspricht.
Was ist der Unterschied zwischen eingezahltem Kapital und Ansparsumme?
Das eingezahlte Kapital ist die Summe aller Raten ohne Zinsen, die Ansparsumme enthält zusätzlich den Zinseszinseffekt.
Ist das eine verbindliche Anlageprognose?
Nein, es handelt sich um eine Modellrechnung mit konstantem Zinssatz – reale Kapitalmärkte schwanken und bieten keine Zinsgarantie.
Welche Rendite ist realistisch für die Eingabe?
Das hängt von der Anlageform ab: Tagesgeld liegt meist im niedrigen einstelligen Bereich, breit gestreute Aktien-ETFs erzielten historisch im Schnitt höhere, aber deutlich schwankendere Renditen – der Rechner ersetzt keine individuelle Anlageberatung.
Sind Steuern auf die Zinserträge schon eingerechnet?
Nein, die Kapitalertragsteuer (Abgeltungsteuer) und der Sparerpauschbetrag werden hier nicht berücksichtigt. Liegen deine jährlichen Kapitalerträge über dem Freibetrag, verringert die Steuer die tatsächliche Ansparsumme.
Wann werden die Sparraten eingezahlt?
Die Formel unterstellt Einzahlungen jeweils am Monatsende, die erste Rate wird also erst ab dem zweiten Monat verzinst. Zahlst du immer zu Monatsbeginn ein, fällt das Ergebnis geringfügig höher aus – bei den Vorgaben des Rechners um etwa den Faktor 1,0025, also rund 52 € mehr.
Was bringt eine höhere Sparrate im Vergleich zu einer längeren Laufzeit?
Eine höhere Rate erhöht Einzahlungen und Ertrag proportional, eine längere Laufzeit wirkt dagegen überproportional, weil der Zinseszins länger arbeiten kann: Bei 3 % ergeben 300 € über 10 Jahre 41.922,43 €, 150 € über 20 Jahre aber 49.245,30 € – obwohl in beiden Fällen 36.000 € eingezahlt werden.
Kann ich auch mit 0 % Zinsen rechnen?
Ja, dann zeigt der Rechner einfach die Summe deiner Einzahlungen, etwa 18.000,00 € bei 150 € über 10 Jahre. Das ist zum Beispiel für Bargeld oder ein unverzinstes Konto realistisch und eignet sich als Vergleichswert, um den Effekt eines Zinses sichtbar zu machen.