Felgengrößen-Rechner

Passende Felgen- und Reifengrößen vergleichen.

Originalbereifung

Neue Bereifung

0 %

Abweichung des Gesamtdurchmessers (Tacho-/Abrollumfang-Effekt)

Durchmesser Original0 mm
Durchmesser Neu0 mm
Umfang Original0 mm
Umfang Neu0 mm
Tatsächliches Tempo bei Tacho 100 km/h0 km/h
Felge außen (Richtung Kotflügel)0 mm
Felge innen (Richtung Federbein)0 mm
Spurverbreiterung pro Achse0 mm
Faustregel: Die Abweichung des Gesamtdurchmessers sollte etwa ±3 % nicht überschreiten, damit Tacho und Fahrassistenzsysteme wie ABS und ESP zuverlässig arbeiten. Der Rechner prüft nur die Geometrie. Ob eine Rad-Reifen-Kombination an deinem Fahrzeug zulässig ist, ergibt sich aus den Fahrzeugpapieren, der Herstellerfreigabe, einer ABE oder einem Teilegutachten – im Zweifel klärt das eine Prüforganisation. Keine Rechtsberatung.

Was vergleicht der Felgengrößen-Rechner?

Wer neue Felgen kauft, Winterräder in einer anderen Größe sucht oder auf 17 oder 18 Zoll umsteigen will, muss zwei Dinge prüfen: Bleibt der Außendurchmesser des Rades ungefähr gleich, damit Tacho und Fahrassistenzsysteme stimmen? Und sitzt die neue Felge an derselben Stelle im Radkasten, oder rückt sie nach außen oder innen? Der Rechner vergleicht dafür deine Originalbereifung mit einer neuen Kombination – beim Durchmesser über die Reifengröße, bei der Position über Felgenbreite und Einpresstiefe (ET).

So wird gerechnet

Durchmesser und Tacho:

  • Gesamtdurchmesser = Felge in Zoll × 25,4 + 2 × Reifenbreite × Querschnitt ÷ 100
  • Umfang = π × Gesamtdurchmesser
  • Abweichung in % = (Durchmesser neu − Durchmesser original) ÷ Durchmesser original × 100
  • Tatsächliches Tempo bei Tacho 100 = 100 × Durchmesser neu ÷ Durchmesser original

Beim Tempo nimmt der Rechner vereinfacht an, dass der Tacho mit der Originalbereifung genau anzeigt. In der Praxis zeigen Tachos meist etwas mehr an, als du fährst (Tachovoreilung).

Felgenposition: Die Einpresstiefe ist der Abstand zwischen der Felgenmitte und der Anlagefläche an der Radnabe. Eine kleinere ET schiebt die Felge nach außen. Mit der Felgenbreite in Zoll (1 Zoll = 25,4 mm) gilt:

  • Felge außen = (Breite neu − Breite original) × 25,4 ÷ 2 + (ET original − ET neu)
  • Felge innen = (Breite neu − Breite original) × 25,4 ÷ 2 − (ET original − ET neu)
  • Spurverbreiterung pro Achse = 2 × (ET original − ET neu)

Positive Werte bei „außen“ heißen: Der Felgenrand rückt so viele Millimeter weiter Richtung Kotflügel. Positive Werte bei „innen“: Er rückt näher an Federbein und Bremse. Prozentwerte zeigt der Rechner mit zwei, Millimeter und km/h mit einer Nachkommastelle.

Beispiel 1: Von 16 auf 17 Zoll

Mit den Vorgaben des Rechners: Original 205/55 R16 auf 6,5 × 16 ET 46, neu 225/45 R17 auf 7,5 × 17 ET 45.

  • Durchmesser original 631,9 mm, neu 634,3 mm – Abweichung +0,38 %
  • Umfang 1.985,2 mm gegenüber 1.992,7 mm; bei Tacho 100 fährst du 100,4 km/h
  • Die Felge ist 1 Zoll breiter, also 12,7 mm pro Seite. Weil die ET um 1 mm sinkt, rückt der Rand außen um +13,7 mm nach außen und innen um +11,7 mm nach innen.
  • Spurverbreiterung pro Achse: 2 × 1 = +2,0 mm

Der Durchmesser passt gut. Ob die 13,7 mm außen unter den Kotflügel passen, hängt vom Fahrzeug ab – genau dafür gibt es Freigaben und Gutachten.

Beispiel 2: Zu kleine Winterreifen

Angenommen, du findest günstige Winterräder in 195/50 R16 und behältst Felgenbreite und ET bei. Der Durchmesser sinkt auf 601,4 mm, die Abweichung beträgt −4,83 %. Bei Tacho 100 fährst du nur noch 95,2 km/h. Das klingt harmlos, liegt aber deutlich außerhalb der Faustregel: Kilometerzähler und Tacho gehen falsch, und die Fahrassistenzsysteme arbeiten mit Raddrehzahlen, für die sie nicht abgestimmt sind. Eine solche Kombination ist in der Regel nicht zulässig.

Schritt für Schritt

  1. Trage oben die Originalgröße aus der Zulassungsbescheinigung Teil I oder der Betriebsanleitung ein.
  2. Ergänze Felgenbreite und ET der Originalfelge. Beides steht meist auf der Felgeninnenseite, etwa „6,5J x 16 ET46“.
  3. Trage unten die neue Kombination ein.
  4. Prüfe die Abweichung in Prozent und das tatsächliche Tempo bei Tacho 100.
  5. Prüfe, wie viele Millimeter die Felge nach außen und innen wandert, und gleiche das mit der Herstellerfreigabe oder dem Gutachten ab.

Typische Alternativgrößen zu 205/55 R16

Mit dem Rechner ermittelt, Durchmesser original 631,9 mm:

Neue GrößeDurchmesserAbweichungTempo bei Tacho 100
195/65 R15634,5 mm+0,41 %100,4 km/h
225/45 R17634,3 mm+0,38 %100,4 km/h
225/40 R18637,2 mm+0,84 %100,8 km/h
215/55 R16642,9 mm+1,74 %101,7 km/h
235/35 R19647,1 mm+2,41 %102,4 km/h
205/60 R16652,4 mm+3,24 %103,2 km/h
225/50 R17656,8 mm+3,94 %103,9 km/h
195/50 R16601,4 mm−4,83 %95,2 km/h

Die ersten drei Größen sind klassische „Plus-Sizing“-Kombinationen: Felge größer, Flanke flacher, Durchmesser fast gleich. Die letzten drei liegen außerhalb der Faustregel von ±3 %.

Felgenbezeichnung richtig lesen

Eine Felge mit der Aufschrift 7,5J x 17 H2 ET45 ist 7,5 Zoll breit (gemessen zwischen den Felgenhörnern, also rund 190,5 mm), hat 17 Zoll Durchmesser (431,8 mm) und eine Einpresstiefe von 45 mm. „J“ beschreibt die Form des Felgenhorns, „H2“ die Hump-Form, die den Reifen auf der Felge hält. Für die Passform zählen außerdem Lochkreis, Lochzahl und Mittenlochdurchmesser, die der Rechner nicht prüft.

Häufige Fehler und Grenzen

  • Nur auf den Durchmesser schauen: Eine breitere Felge mit kleinerer ET kann bei passendem Durchmesser trotzdem am Kotflügel schleifen oder innen am Federbein anliegen.
  • ET-Richtung verwechseln: Kleinere ET bedeutet weiter außen, größere ET weiter innen.
  • Felgenbreite in mm statt Zoll: Die Felgenbreite wird in Zoll eingegeben, 7,5 und nicht 190.
  • Nennmaße: Reifenhersteller weichen bei gleicher Größe einige Millimeter voneinander ab, und Profilverschleiß verkleinert den Durchmesser.
  • Lastindex und Geschwindigkeitsindex: Auch sie müssen zum Fahrzeug passen; der Rechner prüft sie nicht.
  • Zulassung: Die Faustregel von ±3 % ist keine Rechtsvorschrift. Verbindlich sind Fahrzeugpapiere, Herstellerfreigabe, ABE oder Teilegutachten; Distanzscheiben und nicht freigegebene Kombinationen müssen in der Regel abgenommen werden.

Passende Tools

Reifenhöhe, Umfang und Umdrehungen pro Kilometer einer einzelnen Größe zeigt der Reifenumfang-Rechner. Zoll und Millimeter rechnet der Längen-Konverter um, den Reifendruck der Druck-Konverter. Wie stark sich ein paar km/h mehr auf den Anhalteweg auswirken, zeigt der Bremsweg-Rechner.

Häufige Fragen

Warum sollte die Durchmesserabweichung etwa ±3 % nicht überschreiten?

Tacho, Kilometerzähler, ABS und ESP werten die Raddrehzahl aus und sind auf den Originaldurchmesser abgestimmt. Größere Abweichungen verfälschen die Anzeige und können die Regelsysteme stören. Die ±3 % sind eine verbreitete Faustregel, keine gesetzliche Grenze – maßgeblich sind die Freigaben für dein Fahrzeug.

Was bedeutet eine positive oder negative Abweichung?

Positiv heißt, das neue Rad ist größer: Bei gleicher Tachoanzeige fährst du schneller als mit der Originalbereifung. Negativ heißt, es ist kleiner: Du fährst langsamer, als der Tacho zeigt, und der Kilometerzähler zählt zu viel.

Was ist die Einpresstiefe (ET)?

Die Einpresstiefe ist der Abstand in Millimetern zwischen der Mitte der Felge und der Fläche, mit der sie an der Radnabe anliegt. Je größer die ET, desto weiter sitzt die Felge im Radkasten nach innen; je kleiner, desto weiter steht sie nach außen.

Wie berechne ich die Spurverbreiterung?

Die Spurverbreiterung pro Achse ist zweimal der Unterschied der Einpresstiefen: 2 × (ET alt − ET neu). Von ET 46 auf ET 40 sind das 12 mm pro Achse, also 6 mm pro Seite. Die Felgenbreite verändert die Spur nicht, nur die Lage der Felgenränder.

Was passiert, wenn die neue Felge breiter ist?

Bei gleicher ET wächst die Felge zu beiden Seiten um die halbe Mehrbreite. Ein Zoll breiter bedeutet 12,7 mm mehr nach außen und 12,7 mm mehr nach innen. Ändert sich zusätzlich die ET, verschiebt sich das Verhältnis zwischen außen und innen.

Ist diese Berechnung für die Zulassung ausreichend?

Nein. Der Rechner dient zur ersten Einschätzung. Verbindlich sind die Angaben in den Fahrzeugpapieren, die Freigabe des Fahrzeugherstellers, eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) oder ein Teilegutachten mit Abnahme. Im Zweifel klärt eine Prüforganisation, was nötig ist.

Wie rechne ich Zoll in Millimeter um?

Ein Zoll entspricht genau 25,4 mm. Eine 16-Zoll-Felge hat damit 406,4 mm Durchmesser, eine 17-Zoll-Felge 431,8 mm und eine 18-Zoll-Felge 457,2 mm. Eine 7,5 Zoll breite Felge misst rund 190,5 mm zwischen den Felgenhörnern.

Wird auch die Freigängigkeit im Radkasten geprüft?

Nein. Der Rechner zeigt nur, um wie viele Millimeter sich Durchmesser und Felgenränder verschieben. Ob dafür im Radkasten, am Federbein und an der Bremse genug Platz ist, muss am Fahrzeug oder anhand der Freigabe geprüft werden – auch bei vollem Lenkeinschlag und eingefederter Achse.