Rentenrechner

Voraussichtliche gesetzliche Rente grob abschätzen.

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geschätzte monatliche Bruttorente

Entgeltpunkte gesamt0
Grobe Näherung auf Basis des Entgeltpunkte-Prinzips der gesetzlichen Rentenversicherung (Werte 2026: vorläufiges Durchschnittsentgelt 51.944 €, aktueller Rentenwert ab 1. Juli 2026 42,52 €, Beitragsbemessungsgrenze 101.400 € im Jahr). Kindererziehungs- und Anrechnungszeiten, Abschläge, künftige Rentenerhöhungen sowie Steuern und Sozialabgaben werden nicht berücksichtigt. Für eine verbindliche Prognose nutze deine Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung.

Wie wird die gesetzliche Rente geschätzt?

Die gesetzliche Rente in Deutschland richtet sich nach Entgeltpunkten. Wer in einem Jahr genau so viel verdient wie das Durchschnittsentgelt aller Versicherten, erhält einen Entgeltpunkt. Bei halb so viel Gehalt ist es ein halber Punkt, beim Doppelten sind es zwei Punkte. Die Punkte aller Jahre werden addiert. Bei Rentenbeginn wird die Summe mit dem aktuellen Rentenwert multipliziert, also dem Eurobetrag, den ein Entgeltpunkt als Monatsrente wert ist.

So wird gerechnet

Der Rechner nutzt die Werte für 2026 (Quellen: Deutsche Rentenversicherung und Bundesarbeitsministerium):

  • Entgeltpunkte pro Jahr = Bruttojahresgehalt ÷ 51.944 €. Das Gehalt zählt höchstens bis zur Beitragsbemessungsgrenze von 101.400 €. Pro Jahr sind daher maximal rund 1,95 Punkte möglich.
  • Entgeltpunkte gesamt = Entgeltpunkte pro Jahr × Beitragsjahre.
  • Monatliche Bruttorente = Entgeltpunkte gesamt × 42,52 €.

Die Rente wird auf Cent genau angezeigt, die Entgeltpunkte auf höchstens zwei Nachkommastellen. Zugangsfaktor und Rentenartfaktor setzt der Rechner auf 1,0. Das entspricht einer regulären Altersrente ohne Abschläge.

Beispiel 1 mit den Vorgaben des Rechners

Du verdienst im Schnitt 45.000 € brutto im Jahr und zahlst 40 Jahre lang Beiträge. 45.000 ÷ 51.944 ergibt rund 0,8663 Entgeltpunkte pro Jahr. Nach 40 Jahren sind das 34,65 Entgeltpunkte. Mal 42,52 € ergibt das eine geschätzte monatliche Bruttorente von 1.473,43 €.

Beispiel 2: Kürzere Erwerbsbiografie mit niedrigerem Gehalt

Bei 25.000 € Jahresgehalt und 25 Beitragsjahren, etwa wegen langer Teilzeit oder eines späten Berufseinstiegs, kommst du auf rund 0,4813 Punkte pro Jahr. Insgesamt sind das 12,03 Entgeltpunkte und eine geschätzte Bruttorente von nur 511,61 € im Monat. Der Vergleich zeigt: Gehalt und Beitragsjahre wirken gleich stark. Halbierst du einen der beiden Werte, halbiert sich auch die Rente.

Schritt für Schritt

  1. Schätze dein durchschnittliches Bruttojahresgehalt über das ganze Berufsleben, gemessen am heutigen Lohnniveau. Frühe Jahre mit niedrigem Einstiegsgehalt ziehen den Schnitt nach unten.
  2. Trage die Zahl der Jahre ein, in denen du Beiträge gezahlt hast oder noch zahlen wirst.
  3. Lies die geschätzte monatliche Bruttorente und die Summe der Entgeltpunkte ab.
  4. Vergleiche die Entgeltpunkte mit deiner Renteninformation. Dort steht, wie viele Punkte du bereits gesammelt hast.
  5. Spiele Varianten durch, etwa mehr Beitragsjahre oder ein höheres Gehalt nach einem Jobwechsel.

Typische Werte im Überblick

Mit dem Rechner ermittelte monatliche Bruttorente (Entgeltpunkte in Klammern), Werte 2026:

Jahresgehalt30 Jahre35 Jahre40 Jahre45 Jahre
25.000 €613,93 € (14,44)716,25 € (16,85)818,57 € (19,25)920,90 € (21,66)
35.000 €859,50 € (20,21)1.002,75 € (23,58)1.146,00 € (26,95)1.289,25 € (30,32)
45.000 €1.105,07 € (25,99)1.289,25 € (30,32)1.473,43 € (34,65)1.657,61 € (38,98)
51.944 € (Durchschnitt)1.275,60 € (30)1.488,20 € (35)1.700,80 € (40)1.913,40 € (45)
80.000 €1.964,58 € (46,2)2.292,01 € (53,9)2.619,44 € (61,6)2.946,87 € (69,31)
101.400 € und mehr2.490,10 € (58,56)2.905,12 € (68,32)3.320,14 € (78,08)3.735,15 € (87,84)

Die Zeile mit dem Durchschnittsentgelt und 45 Jahren entspricht der sogenannten Standardrente (Eckrente): 45 Entgeltpunkte × 42,52 € = 1.913,40 € brutto im Monat. Jeder Entgeltpunkt ist aktuell 42,52 € Monatsrente wert.

Wann brauchst du den Rentenrechner?

Um eine erste Vorstellung von deiner gesetzlichen Rente zu bekommen, bevor die jährliche Renteninformation vorliegt. Um abzuschätzen, wie sich Teilzeit, Elternzeit oder eine längere Pause auf die spätere Rente auswirken. Oder um zu prüfen, wie groß die Lücke zu deinem heutigen Netto ist und ob du zusätzlich privat vorsorgen solltest.

Häufige Fehler und Grenzen

  • Brutto ist nicht netto: Von der Rente gehen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung ab, je nach Höhe und Rentenbeginn auch Einkommensteuer. Die Auszahlung liegt deshalb spürbar unter dem angezeigten Wert.
  • Heutige Werte, keine Prognose: Der Rechner rechnet mit dem Rentenwert und dem Durchschnittsentgelt von 2026. Künftige Rentenerhöhungen und Lohnsteigerungen sind nicht eingerechnet. Das Ergebnis ist daher als Rente in heutiger Kaufkraft zu lesen.
  • Endgehalt statt Durchschnitt: Wer sein aktuelles Gehalt einträgt, überschätzt die Rente meist, weil die Berufsjahre am Anfang mit weniger Gehalt mitzählen.
  • Keine Zusatzzeiten: Kindererziehungszeiten, Pflege von Angehörigen, Arbeitslosigkeit, Ausbildung oder Minijobs bringen eigene Punkte, die hier fehlen.
  • Keine Abschläge: Gehst du vor der Regelaltersgrenze in Rente, sinkt die Rente um 0,3 % pro Monat. Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenrenten folgen eigenen Regeln.
  • Beamte und Selbstständige: Für Pensionen und berufsständische Versorgungswerke gilt das Entgeltpunkte-System nicht.

Alle Ergebnisse sind Richtwerte und ersetzen keine Rentenberatung.

Passende Rechner

Wie viel Netto von deinem heutigen Gehalt übrig bleibt, zeigt der Brutto-Netto-Rechner. Was eine Rente in 20 oder 30 Jahren noch wert ist, rechnet der Inflationsrechner. Für eine private Ergänzung kannst du mit dem ETF-Sparplan-Rechner oder dem Zinseszins-Rechner durchspielen, wie viel Kapital sich bis zum Rentenbeginn ansparen lässt.

Häufige Fragen

Was sind Entgeltpunkte?

Die zentrale Rechengröße der gesetzlichen Rentenversicherung: Wer im Jahr genau das Durchschnittsentgelt verdient (2026 vorläufig 51.944 €), erhält einen Entgeltpunkt. Weniger Gehalt ergibt anteilig weniger Punkte, mehr Gehalt bis zur Beitragsbemessungsgrenze entsprechend mehr.

Wie aktuell sind die verwendeten Werte?

Der Rechner nutzt das vorläufige Durchschnittsentgelt 2026 von 51.944 €, den seit 1. Juli 2026 geltenden aktuellen Rentenwert von 42,52 € und die Beitragsbemessungsgrenze 2026 von 101.400 € im Jahr. Der Rentenwert wird jedes Jahr zum 1. Juli angepasst, Durchschnittsentgelt und Beitragsbemessungsgrenze jeweils zum Jahresbeginn.

Ersetzt dieser Rechner die offizielle Renteninformation?

Nein, er bietet nur eine grobe Näherung ohne individuelle Faktoren wie Zusatzzeiten oder Abschläge. Verbindlich sind die Renteninformation und die Rentenauskunft der Deutschen Rentenversicherung, die auf deinem tatsächlichen Versicherungsverlauf beruhen.

Warum ergeben zwei ähnliche Gehälter unterschiedliche Renten?

Weil neben der Gehaltshöhe auch die Anzahl der Beitragsjahre in die Entgeltpunkte einfließt. Wenige Jahre mit hohem Gehalt können in der Summe weniger Punkte ergeben als viele Jahre mit durchschnittlichem Verdienst.

Werden Kindererziehungszeiten oder Arbeitslosigkeit berücksichtigt?

Nein, dieser Rechner verknüpft nur Gehalt und Beitragsjahre. Kindererziehung, Pflege, Arbeitslosigkeit oder Erwerbsminderung fließen in die echte Rentenberechnung zusätzlich ein und können die Rente spürbar erhöhen.

Was passiert, wenn ich mehr als die Beitragsbemessungsgrenze verdiene?

Gehalt oberhalb von 101.400 € im Jahr (2026) ist beitragsfrei und bringt keine zusätzlichen Entgeltpunkte. Der Rechner deckelt das eingegebene Gehalt deshalb bei dieser Grenze: Ob du 101.400 € oder 150.000 € einträgst, ergibt jeweils rund 1,95 Punkte pro Jahr und bei 40 Jahren eine Bruttorente von 3.320,14 €.

Wie viel Rente bringt ein Entgeltpunkt?

Seit 1. Juli 2026 ist ein Entgeltpunkt 42,52 € Monatsrente brutto wert, vorher waren es 40,79 €. Jedes Jahr mit Durchschnittsverdienst erhöht deine spätere Rente also um diesen Betrag. 1.000 € mehr Jahresgehalt über 40 Jahre ergeben nach den Werten des Rechners rund 32,74 € mehr Monatsrente.

Wie viel Rente kommt netto bei mir an?

Von der Bruttorente ziehst du den eigenen Anteil zur Kranken- und Pflegeversicherung ab, der Rest ist je nach Gesamteinkommen und Jahr des Rentenbeginns teilweise einkommensteuerpflichtig. Als grobe Faustregel liegt die Auszahlung um gut ein Zehntel unter dem Bruttowert, mit Steuern auch deutlich darunter. Der Rechner zeigt nur den Bruttobetrag.