Stundenlohn-Rechner

Stundenlohn aus Monats- oder Jahresgehalt berechnen.

0 €

Bruttostundenlohn je gearbeiteter Stunde

Jahresgehalt0 €
Arbeitstage pro Jahr (260 minus Urlaub)0
Diese Berechnung ist eine vereinfachte Modellrechnung mit pauschal 260 Werktagen pro Jahr und einer 5-Tage-Woche. Feiertage, Sonderzahlungen, Überstunden, Steuern und Sozialabgaben sind nicht berücksichtigt. Die Ergebnisse sind Richtwerte und keine Lohn-, Steuer- oder Rechtsberatung.

Was zeigt der Stundenlohn-Rechner?

Viele Arbeitsverträge nennen ein festes Monatsgehalt, aber keinen Stundenlohn. Der Rechner rechnet dein Bruttomonatsgehalt auf die Stunden um, die du im Jahr tatsächlich arbeitest – also ohne die Urlaubstage, an denen du bezahlt freihast. So kannst du Jobangebote mit unterschiedlicher Wochenarbeitszeit vergleichen, ein Gehalt mit einem Stundensatz für einen Nebenjob abgleichen oder einschätzen, was eine Arbeitsstunde dein Arbeitgeber dich brutto kostet bzw. dir einbringt.

So wird gerechnet

  • Jahresgehalt = Bruttomonatsgehalt × 12
  • Arbeitstage pro Jahr = 260 − Urlaubstage (mindestens 0); 260 steht für 52 Wochen mit je 5 Werktagen
  • Stunden pro Tag = Wochenarbeitszeit ÷ 5
  • Jahresstunden = Arbeitstage pro Jahr × Stunden pro Tag
  • Stundenlohn = Jahresgehalt ÷ Jahresstunden

Der Stundenlohn wird auf den Cent genau angezeigt. Feiertage werden nicht abgezogen, und der Rechner geht immer von einer 5-Tage-Woche aus.

Beispiel 1 mit den Vorgabewerten

Bei 3.500 € Bruttogehalt im Monat, 40 Wochenstunden und 30 Urlaubstagen ergibt sich ein Jahresgehalt von 3.500 € × 12 = 42.000 €. Abzüglich Urlaub bleiben 260 − 30 = 230 Arbeitstage zu je 40 ÷ 5 = 8 Stunden, also 1.840 Jahresstunden. Der Bruttostundenlohn beträgt damit 42.000 € ÷ 1.840 = 22,83 € je gearbeiteter Stunde.

Beispiel 2: Teilzeit

Bei 1.800 € Bruttogehalt im Monat, 25 Wochenstunden und 28 Urlaubstagen ergibt sich ein Jahresgehalt von 21.600 €. Es bleiben 232 Arbeitstage zu je 5 Stunden, also 1.160 Jahresstunden. Der Bruttostundenlohn liegt damit bei rund 18,62 €. Achtung: Der Rechner verteilt die Wochenstunden immer auf fünf Tage. Arbeitest du in Teilzeit nur an drei oder vier Tagen, beziehen sich deine Urlaubstage meist auf diese Arbeitstage – dann ist das Ergebnis nur eine Näherung.

Schritt für Schritt

  1. Trage dein Bruttomonatsgehalt laut Vertrag oder Gehaltsabrechnung ein (ohne einmalige Sonderzahlungen).
  2. Gib deine vertragliche Wochenarbeitszeit in Stunden an.
  3. Trage deine Urlaubstage pro Jahr ein. Willst du auch Feiertage berücksichtigen, addiere die Feiertage, die in deinem Bundesland auf Werktage fallen, zu den Urlaubstagen.
  4. Lies den Bruttostundenlohn ab und prüfe Jahresgehalt und Arbeitstage zur Kontrolle.
  5. Für einen Jobvergleich wiederholst du die Rechnung mit den Werten des zweiten Angebots.

Tabelle: Stundenlohn nach Gehalt und Wochenarbeitszeit

Mit der Logik des Rechners ermittelt, jeweils mit 30 Urlaubstagen (230 Arbeitstage):

Brutto / Monat40 Std./Woche30 Std./Woche20 Std./Woche
2.500 €16,30 €21,74 €32,61 €
3.000 €19,57 €26,09 €39,13 €
3.500 €22,83 €30,43 €45,65 €
4.000 €26,09 €34,78 €52,17 €
5.000 €32,61 €43,48 €65,22 €

Auch der Urlaub wirkt sich aus: Bei 3.500 € und 40 Stunden ergeben 20 Urlaubstage 21,88 €, 25 Urlaubstage 22,34 € und 30 Urlaubstage 22,83 € pro Stunde.

Zwei Rechenwege im Vergleich

Häufig wird der Stundenlohn auch überschlägig als Monatsgehalt ÷ (Wochenstunden × 13 ÷ 3) berechnet, also mit durchschnittlich rund 4,33 Wochen pro Monat. Bei 3.500 € und 40 Stunden ergibt das 20,19 €. Diese Methode verteilt das Gehalt auf alle vertraglich bezahlten Stunden einschließlich Urlaub. Dieser Rechner zieht den Urlaub dagegen ab und zeigt, was du pro tatsächlich gearbeiteter Stunde verdienst – deshalb liegt sein Ergebnis mit 22,83 € höher. Beide Werte sind richtig, sie beantworten nur unterschiedliche Fragen.

Häufige Fehler und Grenzen

  • Feiertage: Je nach Bundesland und Jahr fallen mehrere Feiertage auf Werktage. Weil der Rechner sie nicht abzieht, ist das Ergebnis etwas zu niedrig. Rechnest du im Vorgabebeispiel 10 Feiertage zu den 30 Urlaubstagen hinzu, steigt der Stundenlohn von 22,83 € auf 23,86 €.
  • Sonderzahlungen: Weihnachts- oder Urlaubsgeld und ein 13. Monatsgehalt sind nur enthalten, wenn du sie anteilig in das Monatsgehalt einrechnest.
  • Überstunden: Unbezahlte Überstunden senken deinen tatsächlichen Stundenlohn. Gib dann die tatsächlich gearbeiteten Wochenstunden ein.
  • Krankheitstage: Bleiben unberücksichtigt, weil sie nicht planbar sind.
  • Brutto statt netto: Der Wert gilt vor Steuern und Sozialabgaben. Was netto pro Stunde übrig bleibt, schätzt du mit dem Brutto-Netto-Rechner.
  • Mindestlohn-Vergleich: Der gesetzliche Mindestlohn beträgt seit 1. Januar 2026 13,90 € brutto pro Stunde (Richtwert, Stand 2026). Für einen Abgleich ist eher die Rechnung mit 13 ÷ 3 Wochen pro Monat geeignet, weil sie den bezahlten Urlaub einbezieht; bei 40 Wochenstunden entspricht der Mindestlohn so überschlägig 2.409,33 € brutto im Monat. Verbindlich sind die Regeln des Mindestlohngesetzes.

Passende Rechner

Bist du selbstständig und willst wissen, welchen Stundensatz du verlangen musst, damit Einkommen und Betriebskosten gedeckt sind, nutze den Stundenverrechnungssatz-Rechner – er rechnet in die Gegenrichtung und berücksichtigt nicht abrechenbare Zeit. Die genaue Zahl der Arbeitstage in einem Zeitraum ermittelt der Arbeitstage-Rechner, und wie viel eine Gehaltserhöhung in Prozent ausmacht, zeigt der Prozentrechner.

Häufige Fragen

Wie wird die Anzahl der Arbeitstage berechnet?

Der Rechner geht von 260 Werktagen pro Jahr aus (52 Wochen mit je 5 Tagen) und zieht die eingegebenen Urlaubstage ab. Bei 30 Urlaubstagen bleiben 230 Arbeitstage.

Werden Feiertage berücksichtigt?

Nein, der Rechner nutzt pauschal 260 Werktage und zieht keine Feiertage ab, weil ihre Zahl je nach Bundesland und Jahr schwankt. Du kannst sie aber berücksichtigen, indem du die auf Werktage fallenden Feiertage zu deinen Urlaubstagen addierst.

Ist das der Netto- oder Bruttostundenlohn?

Der berechnete Stundenlohn basiert auf dem eingegebenen Bruttogehalt und ist entsprechend ein Bruttostundenlohn. Steuern und Sozialabgaben sind nicht abgezogen.

Wie vergleiche ich zwei Jobangebote mit unterschiedlicher Stundenzahl fair?

Rechne beide Gehälter mit ihrer jeweiligen Wochenarbeitszeit und ihren Urlaubstagen in einen Stundenlohn um. So lassen sich Vollzeit- und Teilzeitangebote unabhängig vom Arbeitsumfang vergleichen; Sonderzahlungen solltest du dabei anteilig in das Monatsgehalt einrechnen.

Warum ändert sich der Stundenlohn, wenn ich mehr Urlaubstage eingebe?

Mehr Urlaubstage bedeuten weniger Arbeitstage und damit weniger Jahresarbeitsstunden bei gleichem Jahresgehalt – der rechnerische Lohn je gearbeiteter Stunde steigt dadurch leicht an, im Vorgabebeispiel von 21,88 € bei 20 Urlaubstagen auf 22,83 € bei 30 Urlaubstagen.

Warum zeigt ein anderer Rechner einen niedrigeren Stundenlohn?

Viele Rechner teilen das Monatsgehalt durch die Wochenstunden mal rund 4,33 und verteilen das Gehalt damit auch auf die bezahlten Urlaubsstunden. Bei 3.500 € und 40 Stunden ergibt das 20,19 € statt 22,83 €. Dieser Rechner zieht den Urlaub ab und zeigt den Lohn je tatsächlich gearbeiteter Stunde.

Wie rechne ich Weihnachts- und Urlaubsgeld ein?

Addiere die jährlichen Sonderzahlungen, teile die Summe durch 12 und rechne das Ergebnis zum Monatsgehalt hinzu. Erhältst du zum Beispiel ein 13. Monatsgehalt von 3.500 €, gibst du statt 3.500 € rund 3.791,67 € ein.

Kann ich den Rechner auch bei einer 4-Tage-Woche nutzen?

Nur näherungsweise, denn der Rechner verteilt die Wochenstunden immer auf fünf Tage und zieht die Urlaubstage von 260 Werktagen ab. Bei einer 4-Tage-Woche rechnest du deine Urlaubstage am besten auf eine 5-Tage-Woche um, also Urlaubstage × 5 ÷ 4, und gibst diesen Wert ein.