Leasingrechner
Monatliche Leasingrate aus Anschaffungspreis und Restwert berechnen.
0 €
geschätzte monatliche Leasingrate
| Wertverlust (Amortisation) | 0 € |
|---|---|
| Zinsanteil pro Monat | 0 € |
Was ist Leasing?
Beim Leasing kaufst du ein Fahrzeug oder Gerät nicht, sondern mietest es für eine feste Laufzeit. Mit der monatlichen Rate bezahlst du im Kern den Wertverlust während der Nutzung und die Zinsen auf das Kapital, das der Leasinggeber in das Fahrzeug steckt. Am Ende gibst du es zurück; der kalkulierte Restwert bleibt beim Leasinggeber. Der Leasingrechner schätzt aus Anschaffungspreis, Restwert, Anzahlung, Laufzeit und Zinssatz, wie hoch eine Rate ungefähr sein müsste – praktisch, um Angebote grob nachzuvollziehen.
So wird gerechnet
Der Rechner zieht zuerst die Anzahlung vom Anschaffungspreis ab. Mit P = Anschaffungspreis − Anzahlung, R = Restwert, n = Laufzeit in Monaten und dem Monatszins i = Sollzins p. a. ÷ 100 ÷ 12 gilt:
- Wertverlust (Amortisation) = (P − R) ÷ n
- Zinsanteil pro Monat = (P + R) ÷ 2 × i – also Zinsen auf das durchschnittlich gebundene Kapital
- Leasingrate = Amortisation + Zinsanteil
Der Wertverlust wird also linear über die Laufzeit verteilt. Weil das gebundene Kapital von P auf R sinkt, setzt der Rechner für die Zinsen den Mittelwert aus beiden an. Liegt der Restwert über dem Betrag nach Anzahlung, wird er auf diesen Betrag begrenzt; dann bleibt nur noch der Zinsanteil übrig. Die Laufzeit wird in ganzen Monaten gerechnet, die Ergebnisse auf den Cent genau angezeigt.
Beispiel 1 mit den Vorgaben des Rechners
35.000 € Anschaffungspreis, 15.000 € Restwert, keine Anzahlung, 36 Monate, 4 % Sollzins. Der Wertverlust beträgt 20.000 €, verteilt auf 36 Monate sind das 555,56 €. Das durchschnittlich gebundene Kapital liegt bei (35.000 € + 15.000 €) ÷ 2 = 25.000 €, der Monatszins bei 4 ÷ 12 ≈ 0,3333 %. Daraus ergibt sich ein Zinsanteil von 83,33 €. Zusammen ergibt das eine geschätzte Rate von 638,89 € im Monat. Über 36 Monate zahlst du 23.000,00 € – davon 3.000,00 € Zinsen.
Beispiel 2: Kleinwagen mit Anzahlung
Kleinwagen für 22.000 €, 5.000 € Anzahlung, 4.000 € Restwert, 48 Monate, 3,5 % Sollzins. Nach der Anzahlung bleiben 17.000 €. Der Wertverlust von 13.000 € ergibt 270,83 € pro Monat, der Zinsanteil auf durchschnittlich 10.500 € liegt bei 30,63 €. Die Rate beträgt damit rund 301,46 €. Inklusive Anzahlung zahlst du über die Laufzeit 19.470,00 €.
Schritt für Schritt
- Trage den Anschaffungspreis ein, auf den sich das Angebot bezieht (bei Privatleasing meist inklusive Mehrwertsteuer).
- Gib den Restwert am Laufzeitende an – idealerweise den Wert aus dem Angebot, sonst eine vorsichtige Schätzung.
- Ergänze eine Anzahlung (Leasingsonderzahlung) oder lass 0 stehen.
- Wähle die Laufzeit in Monaten und den Sollzinssatz pro Jahr.
- Vergleiche die geschätzte Rate mit dem Angebot. Liegt das Angebot deutlich höher, lohnt ein Blick auf Gebühren und Restwert.
Typische Raten im Vergleich
Für 35.000 € Anschaffungspreis ohne Anzahlung, mit dem Rechner ermittelt. Restwerte und Zinssätze sind frei gewählte Rechenbeispiele, keine Marktkonditionen:
| Laufzeit / Restwert | 2 % | 4 % | 6 % |
|---|---|---|---|
| 24 Monate / 18.000 € | 752,50 € | 796,67 € | 840,83 € |
| 36 Monate / 15.000 € | 597,22 € | 638,89 € | 680,56 € |
| 48 Monate / 12.000 € | 518,33 € | 557,50 € | 596,67 € |
| 60 Monate / 9.500 € | 462,08 € | 499,17 € | 536,25 € |
Längere Laufzeiten senken die Rate, obwohl der Restwert sinkt, weil sich der Wertverlust auf mehr Monate verteilt. Der Zinssatz macht bei diesen Beispielen pro 2 Prozentpunkte rund 37 bis 44 € im Monat aus.
Anzahlung: niedrigere Rate, aber kein Geschenk
Mit den Vorgaben und 5.000 € Anzahlung sinkt die Rate von 638,89 € auf 491,67 €. Zusammen mit der Anzahlung zahlst du dann 22.700,00 € statt 23.000,00 € – die Ersparnis von 300 € entsteht nur durch die geringeren Zinsen. Die Anzahlung ist also im Wesentlichen eine vorgezogene Zahlung. Geht das Fahrzeug durch Totalschaden oder Diebstahl vorzeitig verloren, ist sie je nach Vertrag nicht oder nur teilweise abgesichert.
Leasingfaktor als Vergleichsgröße
Häufig wird der Leasingfaktor genannt: monatliche Rate ÷ Listenpreis × 100. Mit den Vorgaben sind das 638,89 € ÷ 35.000 € × 100 ≈ 1,83. Je niedriger der Wert, desto günstiger ist die Rate im Verhältnis zum Fahrzeugpreis. Achte beim Vergleich darauf, ob eine Sonderzahlung verlangt wird, denn sie drückt den Faktor künstlich.
Häufige Fehler und Grenzen
- Näherungsformel: Der Rechner verwendet eine lineare Näherung. Eine exakte Annuitätenrechnung mit Restwert ergibt bei den Vorgaben rund 640,48 € statt 638,89 € – für einen groben Vergleich reicht die Näherung.
- Restwert zu optimistisch: Beim echten Vertrag kalkuliert der Leasinggeber den Restwert. Ein hoch angesetzter Restwert drückt die Rate im eigenen Vergleich unrealistisch.
- Nebenkosten fehlen: Überführung, Zulassung, Bearbeitungsgebühren, Versicherung, Wartung und Kfz-Steuer sind nicht enthalten.
- Kilometer und Zustand: Mehrkilometer und Schäden über die übliche Abnutzung hinaus werden am Laufzeitende oft nachberechnet. Beim Restwertvertrag trägst du zudem das Risiko, dass das Fahrzeug weniger wert ist als kalkuliert.
- Sollzins ist nicht Effektivzins: Der Rechner nutzt den eingegebenen Zinssatz direkt und ohne Gebühren.
Die Ergebnisse sind Richtwerte, kein Leasingangebot und keine Empfehlung.
Wann brauchst du den Leasingrechner?
Um Leasingangebote grob nachzuvollziehen, bevor du beim Händler verhandelst. Um den Effekt einer Anzahlung oder einer anderen Laufzeit auf die Rate abzuschätzen. Oder um Leasing mit einer klassischen Finanzierung zu vergleichen.
Passende Rechner
Für den Vergleich mit einem Autokredit nutze den Kreditrechner. Die laufenden Kosten schätzt du mit dem Kraftstoffkosten-Rechner und dem Kfz-Steuer-Rechner. Bei Angeboten mit Nettopreisen hilft der Mehrwertsteuer-Rechner beim Umrechnen, und wer für die Sonderzahlung lieber spart, plant das mit dem Sparplanrechner.
Häufige Fragen
Wie wird der Zinsanteil berechnet?
Auf Basis des durchschnittlich gebundenen Kapitals – dem Mittelwert aus Anschaffungspreis abzüglich Anzahlung und Restwert –, multipliziert mit dem monatlichen Zinssatz. Bei den Vorgaben sind das 25.000 € × 4 % ÷ 12 = 83,33 € im Monat.
Was passiert bei einer Anzahlung?
Die Anzahlung verringert den Betrag, der über die Rate abbezahlt wird, und damit sowohl den Wertverlust pro Monat als auch den Zinsanteil. Insgesamt sparst du aber nur die Zinsen auf die Anzahlung: Mit den Vorgaben und 5.000 € Anzahlung sinkt die Rate auf 491,67 €, die Gesamtzahlung nur von 23.000,00 € auf 22.700,00 €.
Was ist der Unterschied zwischen Kilometer- und Restwertleasing?
Beim Kilometerleasing vereinbarst du eine Laufleistung und zahlst am Ende nur Mehrkilometer und Schäden über die normale Abnutzung hinaus; das Restwertrisiko trägt der Leasinggeber. Beim Restwertleasing wird ein Restwert fest vereinbart, und liegt der tatsächliche Verkaufswert darunter, musst du die Differenz meist ausgleichen.
Warum weicht die Rate vom Angebot des Händlers ab?
Der Rechner nutzt eine vereinfachte Formel ohne Gebühren, Versicherungen oder Serviceanteile, und Hersteller subventionieren Leasingangebote teilweise über Rabatte oder einen besonders hoch angesetzten Restwert. Abweichungen von einigen Euro bis zu deutlich mehr sind deshalb normal; der Rechner zeigt dir vor allem, ob ein Angebot grob plausibel ist.
Welche Gesamtkosten entstehen über die Laufzeit?
Die Leasingkosten ergeben sich aus Rate × Laufzeit in Monaten plus Anzahlung. Mit den Vorgaben des Rechners sind das 36 Raten von je 638,89 € (ungerundet gerechnet), zusammen 23.000,00 €, davon 20.000,00 € Wertverlust und 3.000,00 € Zinsen. Hinzu kommen in der Praxis Nebenkosten wie Überführung, Versicherung und Wartung sowie mögliche Nachzahlungen am Laufzeitende.
Enthält die berechnete Rate alle Kosten eines echten Leasingvertrags?
Nein, reale Verträge enthalten oft zusätzlich Bearbeitungsgebühren, Versicherungen und Restwertrisiken – dies ist eine vereinfachte Modellrechnung.
Wer legt den Restwert bei einem echten Leasingvertrag fest?
Der Leasinggeber kalkuliert den Restwert anhand von Fahrzeugtyp, Ausstattung und erwarteter Marktentwicklung – er ist bei einem Vertragsangebot in der Regel vorgegeben, nicht frei verhandelbar.
Was ist der Unterschied zwischen Leasing und einem klassischen Autokredit?
Beim Leasing zahlst du im Kern für die Nutzung und den Wertverlust des Fahrzeugs über die Laufzeit, das Auto gehört aber dem Leasinggeber; beim Autokredit finanzierst du den vollen Kaufpreis und bist von Anfang an Eigentümer.