Gewinnmargen-Rechner
Gewinnmarge aus Einkaufs- und Verkaufspreis berechnen.
0 %
Marge (bezogen auf den Verkaufspreis)
| Gewinn | 0 € |
|---|---|
| Aufschlag (bezogen auf Einkaufspreis) | 0 % |
Was zeigt der Gewinnmargen-Rechner?
Der Rechner vergleicht zwei Preise für ein einzelnes Stück: was du im Einkauf (oder in der Herstellung) zahlst und was du beim Verkauf einnimmst. Daraus ermittelt er drei Werte auf einen Blick: den Gewinn in Euro, die Marge (Gewinn bezogen auf den Verkaufspreis) und den Aufschlag (Gewinn bezogen auf den Einkaufspreis). Gerade der direkte Vergleich von Marge und Aufschlag hilft, die häufigste Verwechslung in der Preiskalkulation zu vermeiden.
So wird gerechnet
- Gewinn = Verkaufspreis − Einkaufspreis
- Marge = Gewinn ÷ Verkaufspreis × 100
- Aufschlag = Gewinn ÷ Einkaufspreis × 100
Prozentwerte zeigt der Rechner mit höchstens zwei Nachkommastellen, den Gewinn auf den Cent genau. Ist der Verkaufspreis 0, lässt sich keine Marge bilden; ist der Einkaufspreis 0, gibt es keinen Aufschlag – in beiden Fällen erscheint ein Strich statt einer Zahl. Ob du Netto- oder Bruttopreise eingibst, entscheidest du selbst; wichtig ist nur, dass beide Preise gleich behandelt werden. In der kaufmännischen Kalkulation sind Nettopreise (ohne Umsatzsteuer) üblich.
Beispiel 1 mit den Vorgabewerten
Du kaufst einen Artikel für 40 € ein und verkaufst ihn für 60 €. Der Gewinn beträgt 60 € − 40 € = 20,00 €. Die Marge liegt bei 20 ÷ 60 × 100 = 33,33 %, der Aufschlag bei 20 ÷ 40 × 100 = 50 %. Derselbe Gewinn von 20 € erscheint also je nach Bezugsgröße als ein Drittel oder als die Hälfte – deshalb solltest du immer dazusagen, welche Kennzahl du meinst.
Beispiel 2: Produkt mit knapper Kalkulation
Bei 12 € Einkaufspreis und 15 € Verkaufspreis beträgt der Gewinn nur 3,00 €. Die Marge liegt bei 20 % (3 ÷ 15 × 100), der Aufschlag bei 25 % (3 ÷ 12 × 100). Der Abstand zwischen beiden Kennzahlen wird umso kleiner, je knapper kalkuliert ist; erst bei einem Gewinn von 0 € sind beide Werte gleich, nämlich 0 %.
Schritt für Schritt
- Trage den Einkaufspreis pro Stück ein – bei eigener Herstellung die Material- bzw. Herstellkosten pro Stück.
- Gib den Verkaufspreis pro Stück ein, und zwar auf derselben Basis (beide netto oder beide brutto).
- Lies die Marge als Hauptergebnis ab und vergleiche sie mit deinem Ziel.
- Prüfe in der Tabelle darunter den Gewinn in Euro und den Aufschlag – den brauchst du, wenn du vom Einkaufspreis aus kalkulierst.
- Spiele andere Verkaufspreise durch, bis Marge und Gewinn zu deiner Kalkulation passen.
Tabelle: Zielmarge und nötiger Aufschlag
Die Tabelle zeigt, welchen Aufschlag du für eine gewünschte Marge brauchst und welcher Verkaufspreis sich bei 40 € Einkaufspreis ergibt (mit der Logik des Rechners ermittelt, Verkaufspreis auf den Cent gerundet):
| Zielmarge | Nötiger Aufschlag | Verkaufspreis bei 40 € Einkauf |
|---|---|---|
| 10 % | 11,11 % | 44,44 € |
| 20 % | 25 % | 50,00 € |
| 25 % | 33,33 % | 53,33 € |
| 30 % | 42,86 % | 57,14 € |
| 40 % | 66,67 % | 66,67 € |
| 50 % | 100 % | 80,00 € |
Umgekehrt gilt: Ein Aufschlag von 30 % (40 € → 52 €) ergibt nur eine Marge von 23,08 %, ein Aufschlag von 100 % (40 € → 80 €) eine Marge von 50 %. Die Marge kann nie 100 % erreichen, solange der Einkaufspreis über 0 liegt – der Aufschlag dagegen ist nach oben offen.
Wann brauchst du den Gewinnmargen-Rechner?
Bei der Preiskalkulation für ein neues Produkt, wenn du prüfen willst, ob ein geplanter Verkaufspreis deine Zielmarge erreicht. Beim Vergleich verschiedener Lieferanten, um zu sehen, wie sich unterschiedliche Einkaufspreise auf deine Marge auswirken. Beim Controlling, um zu prüfen, ob ein Produkt nach einer Preiserhöhung beim Einkauf noch profitabel bleibt. Oder um Angebote von Händlern einzuordnen, die mal mit Marge und mal mit Aufschlag argumentieren.
Häufige Fehler und Grenzen
- Marge und Aufschlag verwechseln: Wer eine Marge von 30 % erreichen will und einfach 30 % auf den Einkaufspreis aufschlägt, landet nur bei 23,08 % Marge. Für 30 % Marge sind rund 42,86 % Aufschlag nötig.
- Netto und brutto mischen: Einkaufspreis netto und Verkaufspreis inklusive 19 % Umsatzsteuer ergibt eine viel zu hohe Marge. Rechne beide Preise auf dieselbe Basis um, etwa mit dem Mehrwertsteuer-Rechner.
- Nur Wareneinsatz: Der Rechner betrachtet ausschließlich Einkaufs- und Verkaufspreis. Versand, Verpackung, Zahlungs- und Plattformgebühren, Retouren sowie Fixkosten wie Miete, Personal oder Marketing sind nicht enthalten. Die errechnete Marge ist daher eine Rohertragsmarge, kein Reingewinn.
- Rabatte vergessen: Gewährst du Rabatte, zählt der tatsächlich erzielte Verkaufspreis. Ein Rabatt von 10 % auf 60 € senkt den Verkaufspreis auf 54 € und die Marge im Beispiel von 33,33 % auf 25,93 %.
- Ein Stück, keine Menge: Der Rechner arbeitet pro Stück und rechnet keine Stückzahlen oder Gesamtumsätze hoch.
Abgrenzung und passende Rechner
Dieser Rechner ist der schnelle Vergleich zweier Stückpreise. Willst du zusätzlich den Gesamtgewinn für eine geplante Verkaufsmenge hochrechnen, nutze den Marge-Rechner mit Mengenfeld. Gehst du vom Einkaufspreis und einem gewünschten Aufschlag aus und suchst den Verkaufspreis, hilft der Gewinnaufschlag-Rechner. Wie viel ein Produkt nach Abzug der variablen Kosten zur Deckung der Fixkosten beiträgt, zeigt der Deckungsbeitrag-Rechner, und ab welcher Stückzahl du überhaupt Gewinn machst, der Break-even-Rechner. Für allgemeine Prozentaufgaben eignet sich der Prozentrechner.
Häufige Fragen
Warum unterscheiden sich Marge und Aufschlag bei gleichem Gewinn?
Die Marge bezieht den Gewinn auf den Verkaufspreis, der Aufschlag auf den Einkaufspreis. Weil der Verkaufspreis bei einem Gewinn immer größer ist als der Einkaufspreis, fällt die Marge stets niedriger aus als der Aufschlag – bei 40 € Einkauf und 60 € Verkauf sind es 33,33 % gegenüber 50 %.
Welche Kennzahl ist für die Preiskalkulation relevanter?
Für die Kalkulation vom Einkaufspreis aus wird meist der Aufschlag verwendet, weil du ihn direkt auf den Einkaufspreis anwenden kannst. Für die Analyse der Rentabilität und den Vergleich mit Umsatzzahlen ist die Marge aussagekräftiger, weil sie zeigt, welcher Anteil jedes eingenommenen Euros als Rohertrag bleibt.
Kann die Marge negativ sein?
Ja. Liegt der Verkaufspreis unter dem Einkaufspreis, sind Gewinn, Marge und Aufschlag negativ. Bei 15 € Einkauf und 12 € Verkauf beträgt der Verlust 3,00 €, die Marge −25 % und der Aufschlag −20 %.
Wie erreiche ich eine bestimmte Zielmarge bei der Preiskalkulation?
Teile den Einkaufspreis durch 1 minus Zielmarge als Dezimalzahl. Für 30 % Marge bei 40 € Einkaufspreis rechnest du 40 ÷ 0,7 und erhältst rund 57,14 € als nötigen Verkaufspreis. Gib diesen Wert anschließend in den Rechner ein, um das Ergebnis zu kontrollieren.
Sind Nebenkosten wie Versand in der Marge enthalten?
Nein, dieser Rechner vergleicht nur Einkaufs- und Verkaufspreis. Versandkosten, Verpackung, Zahlungsgebühren oder Retouren mindern die tatsächliche Marge zusätzlich. Wenn du sie pro Stück kennst, kannst du sie zum Einkaufspreis addieren und erhältst so eine realistischere Marge.
Soll ich Netto- oder Bruttopreise eingeben?
Beides funktioniert, solange beide Preise dieselbe Basis haben. Für Unternehmen ist die Rechnung mit Nettopreisen üblich, weil die Umsatzsteuer nur durchgereicht wird und nicht zum Gewinn gehört. Mischst du netto und brutto, ist das Ergebnis deutlich verzerrt.
Kann die Marge über 100 % liegen?
Nein, solange der Einkaufspreis über 0 liegt, bleibt die Marge immer unter 100 %, weil der Gewinn kleiner ist als der Verkaufspreis. Werte über 100 % sind nur beim Aufschlag möglich: Wer für 40 € einkauft und für 120 € verkauft, hat einen Aufschlag von 200 %, aber eine Marge von 66,67 %.
Was ist eine gute Gewinnmarge?
Eine allgemeingültige Zahl gibt es nicht, weil Branchen sehr unterschiedliche Kostenstrukturen haben. Entscheidend ist, dass die Marge nach Abzug aller Stückkosten genug übrig lässt, um Fixkosten wie Miete, Personal und Marketing zu decken und darüber hinaus einen Gewinn zu erzielen. Ob das gelingt, prüfst du am besten zusätzlich mit einer Deckungsbeitrags- und Break-even-Rechnung.